Bei der Übergabe der Urkunde zur Titelerneuerung als „Fairtrade-Stadt“ vor dem Weltladen: (v. l.) Claus Bunte (städtische Wirtschaftsförderung), Robert Toth (Vorstand Eine-Welt-Kreis), Bürgermeister Matthias Baaß, Andrea Ewert und Marion Froschauer (Hauptamt, Steuerungsgruppe Fairtrade).
Foto: Stadt Viernheim

Viernheim(Stadt Viernheim) – Viernheim erfüllt weiterhin alle fünf Kriterien der Fairtrade-Towns Kampagne und darf für weitere zwei Jahre den Titel „Fairtrade-Stadt“ tragen. Die offizielle Urkunde wurde am Mittwoch, 21. Mai 2026, auf dem Viernheimer Spezialitätenmarkt von Bürgermeister Matthias Baaß an den Eine-Welt-Kreis Viernheim e. V. überreicht. Stellvertretend für die zahlreichen Engagierten nahm Vorstandsmitglied Robert Toth die Auszeichnung entgegen – denn maßgeblich durch ihren langjährigen Einsatz und das kontinuierliche Engagement des Vereins wird der faire Handel in Viernheim lebendig gehalten.

 

Dass wir den Titel erneut bestätigen konnten, zeigt: Fairer Handel ist in Viernheim kein Randthema, sondern wird im Alltag gelebt – in der Verwaltung, im Einzelhandel, in Schulen und durch das große ehrenamtliche Engagement“, betont Bürgermeister Matthias Baaß.

 

Fairer Handel im Alltag sichtbar

Seit der ersten Auszeichnung im Jahr 2010 hat sich der faire Handel kontinuierlich weiterentwickelt und ist heute an vielen Stellen sichtbar. So gehören fair gehandelte Produkte im Rathaus längst zum Standard – etwa bei Sitzungen, internen Besprechungen oder als Präsente. Auch bei Veranstaltungen und Aktionen der Stadt wird bewusst darauf zurückgegriffen, beispielsweise bei der Ausstattung von Ehrenamtlichen mit fair produzierten T-Shirts beim Freiwilligentag oder beim Familiensporttag.

 

Fairer Handel ist in Viernheim an vielen Stellen sichtbar: In Supermärkten, Drogerien sowie in der Gastronomie – etwa im Rhein-Neckar-Zentrum oder in der örtlichen Kaffeerösterei – sind fair gehandelte Produkte selbstverständlich erhältlich. Gleichzeitig bringen zahlreiche Initiativen das Thema in die Öffentlichkeit. Die Friedrich-Fröbel-Schule als UNESCO-Schule arbeitet eng mit dem Weltladen zusammen und vermittelt das Thema bereits an junge Menschen.

 

 

Eine-Welt-Kreis prägt das Engagement seit Jahren

Eine tragende Rolle spielt seit vielen Jahren der Eine-Welt-Kreis Viernheim e. V. Mit seinem Weltladen in der Innenstadt, zahlreichen Veranstaltungen und Bildungsangeboten sorgt der Verein dafür, dass fairer Handel sichtbar und erlebbar bleibt. Aktionen wie die „Faire Woche“, die „Faire Mittagspause“ für Beschäftigte der Stadtverwaltung oder Mitmachangebote wie beim Museumscafé – etwa zur Klimagerechtigkeit oder zum eigenen ökologischen Fußabdruck – zeigen, wie vielfältig das Engagement ist.

 

Auch am „Monat des Ehrenamtes“ beteiligt sich der Weltladen mit besonderen Aktionen: Jeden Donnerstag erwartet Interessierte ein eigenes Mitmach- oder Informationsangebot. Am 28. Mai haben Besucherinnen und Besucher beispielsweise die Möglichkeit, ihren persönlichen ökologischen Fußabdruck zu testen. Darüber hinaus sind bereits weitere Aktionen geplant – darunter eine Kleidertauschparty für alle Interessierten.

 

Die erneute Auszeichnung ist für uns eine schöne Bestätigung unserer Arbeit – aber auch Ansporn und Motivation, weiterzumachen“, erklärt Robert Toth vom Vorstand des Eine-Welt-Kreises auch im Namen der Vorsitzenden Sonja Ott, die an dem Termin nicht teilnehmen konnte. „Fairer Handel lebt davon, dass viele Menschen mitmachen – beim Einkaufen, bei Aktionen oder durch ihr Engagement vor Ort.

 

Gemeinsam für fairen Handel

Die Zusammenarbeit in Viernheim ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor. In der Fairtrade-Steuerungsgruppe arbeiten Stadtverwaltung, Eine-Welt-Kreis und Wirtschaftsförderung eng zusammen, entwickeln neue Ideen und setzen Projekte gemeinsam um. Kurze Wege und ein großes gemeinsames Interesse am Thema ermöglichen immer wieder neue Aktionen – ob auf dem Wochenmarkt, bei Veranstaltungen in der Innenstadt oder im Rahmen des Monats des Ehrenamtes.

 

Ich danke allen Beteiligten, insbesondere den vielen Ehrenamtlichen, die sich seit Jahren mit großem Einsatz für den fairen Handel stark machen“, so Bürgermeister Baaß. „Die Titelerneuerung zeigt, dass wir in Viernheim gemeinsam viel bewegen können.“ Mit der erneuten Auszeichnung bleibt Viernheim Teil des internationalen Netzwerks der Fairtrade-Towns und setzt weiterhin ein Zeichen für gerechtere Handelsbedingungen weltweit – ganz im Sinne des Mottos: global denken, lokal handeln.

 

Viernheim ist eine von über 820 Fairtrade-Towns in Deutschland. Das globale Netzwerk der Fairtrade-Towns umfasst über 2.000 Fairtrade-Towns in insgesamt 36 Ländern, darunter Großbritannien, Schweden, Brasilien und der Libanon.

 

Weitere Informationen zur Fairtrade-Towns Kampagne gibt es unter www.fairtrade-towns.de.

Informationen zum Verein Eine-Welt-Kreis Viernheim e.V. sind unter www.weltlaeden.de/viernheim zu finden.