Foto: Robert Nagy

Weinheim (Stadt Weinheim) –  Die Sommerferien sind da und nicht jeder verreist in weite Fernen. Direkt vor der Haustür bieten sich kleine und große Ausflüge und Glücksorte an, die man besuchen und erleben kann. Ob wenige Stunden in der Stadt, Ausflugsziele ins Grüne in der näheren Umgebung oder Kurztrips in Baden-Württemberg – für jedes Zeitbudget ist etwas Passendes dabei. Das Team der Weinheimer Stadtbibliothek gibt dazu passende Literaturtipps.

„Weinheim für Entdecker*innen“

Im „Meyers Reisebuch Rheinlande“ von 1893 wird Weinheim als „badisches Bezirksamtsstädtchen, freundlich am Eingang des Weschnitz- und des Gorxheimertals gelegen“ beschrieben. Kaiser Joseph II. soll, als er auf der Rückreise von Frankfurt an der Bergstraße Halt machte, ausgerufen haben: „Hier fängt Deutschland an, Italien zu werden“. In Weinheim weiß man das natürlich. Auf dem Marktplatz kann man sich tatsächlich wie in Italien fühlen, im Exotenwald gibt es die größte Ansammlung von Mammutbäumen außerhalb von Nordamerika, die Stadt hat nicht nur eine Burg, sondern gleich zwei und zusätzlich noch ein Schloss. Das Gerberbachviertel bietet Fachwerkromantik und der Hermannshof ist ein europaweit bekanntes gärtnerisches Kleinod.

Dieser Reiseführer zeigt aber nicht nur die bekannten Sehenswürdigkeiten, er hat selbst für alteingesessene Einwohnerinnen und Einwohner noch Überraschungen parat und lässt Weinheimerinnen und Weinheimer zu Wort kommen, die man ansonsten als Kriminalschriftstellerinnen, Fußballer oder Jazzmusikerinnen kennt. Neben der Kernstadt beschreibt dieser Reiseführer auch die Ortsteile entlang der Bergstraße und im Odenwald, vom selbstbewussten Lützelsachsen bis zum idyllischen Ritschweier.

„Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof“

Der Autor Cassian Schmidt ist Landschaftsarchitekt und Staudengärtnermeister. Er leitet seit 1998 den Schau- und Sichtungsgarten Hermannshof in Weinheim und hat eine Professur an der Hochschule Geisenheim University im Fach Pflanzenverwendung. Das milde Weinbauklima an der Bergstraße ermöglicht die Kultur einer großen Pflanzenvielfalt mit über 2500 Staudenarten und -sorten. Ferner prägen alte, in Deutschland zum Teil sehr seltene Gehölze die Anlage. Ein Spaziergang durch einen der schönsten Gärten Deutschlands ist zu jeder Jahreszeit faszinierend.

„Glücksorte Heidelberg“

Hier zeigt sich die schöne Stadt am Neckar von ihrer glücklichsten Seite. Denn die 80 verführerischen Glücksorte, die Katja Edelmann in Heidelberg aufgespürt hat, verzaubern jeden. Französische Küchlein unter alten Bäumen schlemmen, erfrischende Weinschorle in blühenden Gärten schlürfen oder Naturschauspiele an den zwei Hausbergen mit verzaubernden Lichteffekten genießen – Heidelberg weiß, wie man Einheimische und Touristen glücklich macht.

„111 Orte für Kinder in Heidelberg, die man gesehen haben muss“

Heidelberg gehört zu den schönsten Städten Deutschlands – das ist spätestens seit dem Band »111 Orte in Heidelberg, die man gesehen haben muss« klar. So ist das berühmte Heidelberger Schloss einer der am häufigsten fotografierten Orte weltweit. Aber ist die alte Universitätsstadt mit ihren vielen kleinen Gassen und Stufen auch ein guter Platz für Kinder? Auf der Suche nach den schönsten, skurrilsten, lustigsten und spannendsten Orten macht man in Heidelberg manch überraschende Entdeckung.

„Glücksorte Mannheim“

Zwischen Rhein und Neckar ist das Glück ganz nah! Gemütliches Café-Ambiente genießen, im Naherholungsgebiet die Seele baumeln lassen oder kuschelige Wollschweine streicheln: In Mannheim lauert das Glück überall. Nina Badelt hat sich aufgemacht, die 80 schönsten Facetten der Quadratestadt zu suchen. Gefunden hat sie plätschernde Wasserfontänen, endlose Brombeerhecken, bunte Modeträume und vieles mehr. Hier gibt es auch für alle Monnemer noch jede Menge zu entdecken!

„111 Orte in Mannheim, die man gesehen haben muss“

Mannheim, das sind nicht nur die Söhne Mannheims oder Bülent Ceylan. Hier wurde das Auto von Carl Benz erfunden, hier unternahm Drais seine erste Fahrt mit der Draisine, und hier baute Heinrich Lanz seinen Bulldog. Friedrich Schiller war Theaterautor am Nationaltheater, Mozart lernte von der Mannheimer Schule. Aber in diesem Buch gibt es noch mehr zu entdecken: wo das Spaghetti-Eis erfunden wurde, eine echte Buchbinderei, Industrieflair und abenteuerliche Ecken und Winkel.

„52 kleine und große Eskapaden : Mannheim und Heidelberg“

Ausflüge, Kurzurlaube, besondere Momente – die Autorin Sarah Uhrig stellt hier 52 Möglichkeiten vor, in und um Mannheim und Heidelberg draußen etwas Tolles zu sehen, zu erleben und zu unternehmen. Wer nur ein paar Stunden Zeit hat, einen ganzen Tag raus möchte oder sogar ein ganzes Wochenende zur Verfügung hat – das Rhein-Neckar-Dreieck bietet für alle etwas!

„Lieblingsplätze zum Entdecken : Kurpfalz“

Erhabene Burgen und ehrwürdige Klöster, malerische Landschaften mit mildem Klima und mediterranen Genüssen. Das klingt nach Mittelitalien – ist aber Kurpfalz! Kein Wunder, dass es schon den Römern hier gefiel. Die historische Kulturregion, in der früher Könige Hof hielten und Kurfürsten residierten, lässt auch heute keine Wünsche offen. Hier kann man bei bestem regionalen Wein der Live-Musik des Heidelberger Frühlings lauschen oder bestaunen, wo Carl Benz das allererste Auto parkte. Und wer hätte gedacht, dass „Mannheimer Dreck“ so köstlich schmeckt?

 

„Baden erlesen“

Zwischen Schwarzwald und Rhein, Odenwald und Bodensee schlummert ein faszinierendes Bücherland. Hier schufen weltoffene Universitätsstädte eine einzigartige Lesekultur, wurde Deutsch zur Literatursprache erhoben und ersann Hans Jakob von Grimmelshausen seine Schelmenromane. Literarische Größen wie Marie Luise Kaschnitz oder Hermann Hesse haben ihr Herz in der Sonnenregion verloren. Der Autor Bernhard Hampp stellt auf einer kurzweiligen Reise durch Baden prächtige Bibliotheken, urige Buchcafés und versteckte literarische Juwelen vor. Eine Region zwischen zwei Buchdeckeln – die schönste Art, das Leseland Baden zu erkunden.

„Glücksorte im Odenwald“

Weite Blicke vom Katzenbuckel, Dolce Vita an der Bergstraße und eine Hochzeitstorte in der Tropfsteinhöhle. Im Drachenland der Nibelungen gibt es viel zu entdecken und noch mehr zu genießen. Zwischen Main und Neckar bedeutet Holz Heimat, trinken Engel Whisky und backt Mutter Hilde Lebkuchen. Und die atemberaubende Landschaft sorgt ganz nebenbei für erholsame Entspannung. Sauer macht glücklich – das wissen nicht nur alle Apfelwein-Genießer!

„111 Orte im Odenwald, Spessart und an der Bergstraße“

Ein weiterer Titel in der bekannten 111-Orte-Reihe, der sich hier 3 Regionen widmet: dem Odenwald, der Bergstraße und dem Spessart. Gertrud und Joachim Steiger waren auf gut 1.800 Kilometern unterwegs, um spannende, skurrile und bunte Orte abseits der bekannten Pfade zu suchen. Was sie fanden, stellen sie nun in alphabetischer Reihenfolge vor und schmücken es mit einem ansprechenden Foto.

„Das Buch der unheimlichen Orte in Baden-Württemberg“ : mystische Plätze und ihre Geschichten

Der Autor stellt 75 unheimliche Orte in ganz Baden-Württemberg mit alten Sagen, Mythen oder geschichtlichen Fakten sowie eindrucksvollen Fotos vor, z.B. das Kloster Hirsau im Schwarzwald, den Heiligenberg bei Heidelberg, besondere Gräber auf dem Hauptfriedhof in Mannheim, das Tempelhaus in Neckarelz oder den Blautopf in Blaubeuren. Jeder Ort wird mit alten Sagen, Mythen oder geschichtlichen Fakten sowie eindrucksvollen Fotos vorgestellt, eine Übersichtskarte hilft bei der geografischen Orientierung. Der Band lädt zum Stöbern, Schmökern und Staunen ein.

Aber auch wer das 9-Euro-Ticket noch ausnutzen möchte, findet viele Ausflugstipps für einen Tag oder Reiseführer für Kurztrips von den Alpen bis zur Nordsee in den Regalen der Stadtbibliothek. Viele Reiseführer sind nicht nur zum Ausleihen, sondern auch digital verfügbar, sodass sie das Reisegepäck nicht belasten. Informationen, wie man einen Bibliotheksausweis erhält und wo welche Medien zu finden sind, gibt es rund um die Uhr im Online-Katalog der Stadtbibliothek oder während der Öffnungszeiten von Dienstag bis Samstag vor Ort.