Pressemitteilung Bürgernetzwerk Viernheim
Solarstrom sorgt für Spannung
Bürgernetzwerk begrüßt neue große Freiflächen-PV-Anlage der Stadtwerke
Die neu in Betrieb genommene Freiland-Photovoltaikanlage der Stadtwerke Viernheim findet die volle Zustimmung des Bürgernetzwerkes. Denn erneuerbaren Energien gehört die Zukunft, weil sie ökologisch, ökonomisch und politisch Sinn machen. Ökologich werden vorhandene natürliche Ressourcen wie Wind und Sonne als Energiequelle mit modernen, innovativen Technologien genutzt. Weil damit hohe Kosten der Stromgewinnung durch Kraftwerke wegfallen, sind diese wirtschaftlich preiswerter als Elektrizität aus fossilen Energiequellen wie Kohle, Gas und Öl. Politisch machen sie eine Gesellschaft unabhängiger von Energieimporten aus Ländern mit totalitären, ideologischen oder autoritären Regimes und deren Willkür. Zudem ermöglichen sie durch die dezentrale Energieversorgung eine Bürgerbeteiligung bis hin zu Bürgerenergiegenossenschaften. In Viernheim wirkt hier die ehrenamtliche Gruppe „Bürger Initiativ“ zur gemeinsamen Beschaffung von PV-Balkonanlagen. Insgesamt ca. 1.000 solcher Solarmodule wurden dadurch vermittelt. Über den Genossenschaftsgedanken ist auch privates Kapital für Investitionen zu gewinnen, die auch in Viernheim in Zukunft beträchtlich sein müssen für das Gelingen der lokalen Energiewende.
Das Bürgernetzwerk begrüßt ausdrücklich die nunmehrige ökologische Ausrichtung durch Beweidung, Begrünung und Blühwiesen entlang der Begrenzung. Zur Erinnerung: Erste Planungen der Stadtwerke sahen als Standort am Essigzapfen ein naturrechtlich geschütztes Areal mit einer Feldhamsterkolonie vor.
Da Viernheim noch immer weit vom Ziel (60-80%) einer Stromversorgung durch erneuerbare Energien entfernt ist (derzeit ca. 35%), müssen weitere PV-Anlagen aller Bauweise und Standorte (wie z.B. Dachflächen) wie auch Windanlagen noch hinzukommen. Da jede PV-Anlage größeren Ausmaßes zwangsläufig in Konkurrenz zu den knapper werdenden lokalen Flächen für Landwirtschaft und Wohnen stehen, gibt es den Ansatz solche Anlagen höher aufzuständern (3m plus X) oder senkrecht stehende Solarpanels zu installieren, um darunter oder dazwischen weiterhin Landwirtschaft zu betreiben. Für zukünftige Projekte in Viernheim hält das Bürgernetzwerk eine solche Technik für erstrebenswert. Denn die Versorgung mit regionalen Nahrungsmitteln zählt neben erneuerbaren Energien auch zum ökologischen Fingerabdruck einer Gemeinde.
Derweil die Stadtwerke hier mit solchen Anlagen zur Elektrizitätsversorgung vorankommen, sind bei der Wärmeversorgung solche Aktivitäten weniger zu erkennen. Auch hier sieht das Bürgernetzwerk die Stadtwerke in der Verantwortung mit innovativen Systemen zur kollektiven Wärmeversorgung voranzugehen (Großwärmepumpen, BHKW-Technologien mit hohen Wirkungsgrad, Wärmenetze) und die Bürger*innen als Nutzer einzubinden.
Bürgernetzwerk Viernheim


