Nach Gala folgt 0:3- Pleite – FCK zeigt sein zweites Gesicht – Hochverdiente Niederlage in Nürnberg
Kaiserslautern (C.Wunderle) – Wie kann es kann es innerhalb von einer Woche zu solch einem krassen Leistungsabfall kommen? Mit vollbesetztem Kader und fast 7000 Unterstützern nach Nürnberg gereist, erlebte der FCK nach dem glänzenden Derbysieg gegen den KSC im Frankenstadion ein böses Erwachen. „Bodenlos“ und „unterirdisch“ – treffende Beschreibungen für den FCK-Auftritt im Frankenland. Die Roten Teufel zeigten bei ihrem leblosen Gastspiel einmal mehr in dieser Saison ihr anderes Gesicht. Genau diese fehlende Konstanz, insbesondere bei den Partien in der Fremde, ist ein Grund, warum der FCK genau da steht, wo er steht – im Tabellenniemandsland. Die mit hohen Ambitionen in die Saison gestarteten Lauterer sind in Erklärungsnöten – und es muss die Frage gestellt werden: Wie viel Charakter hat diese Mannschaft, die eine Woche zuvor noch mit einer Topleistung und mit Leidenschaft ein Derby bestritt und vollauf überzeugte und eine Woche später in allen Belangen komplett versagte? Bei der 0:3-Niederlage gegen das Nürnberger Team von Trainer Miro Klose war die Betze-Elf noch gut bedient.
Die Gastgeber erlebten einen Blitzstart. Bereits in der 2. Minute klingelte es im FCK-Tor, Lochoshvili traf per Kopf nach dem ersten Eckball, von FCK-Verteidiger Gyamfi überhaupt nicht bedrängt. In der Folge dominierte der FCN klar, die Gäste aus der Pfalz verzeichneten in der ersten halben Stunde keinen einzigen Torabschluss. Glück für die Lauterer, dass es nach vergebenen Chancen durch Nzingoula (7.), Zoma (12.), Scobel (20.) und wieder Nzingoula (22.) zunächst nur beim knappen Rückstand blieb. Erst in der 37. Minute war die erste und einzige nennenswerte Torabschlussaktion der Pfälzer zu notieren, als nach einem schnell vorgetragenen Konter über Skytää Joly den Ball fast von der Grundlinie aufs Tor brachte, welcher die Latte touchierte.
Trainer Lieberknecht versuchte mit einem Dreifachwechsel in der 56.Minute noch Impulse zu setzen, doch unmittelbar danach brachte Sahin stümperhaft und völlig unnötig FCN-Akteur Zoma im Strafraum zu Fall, und Markhiev ließ sich die Chance nicht entgehen und verwandelte vom Punkt mittig zum 2:0. FCK-Keeper Krahl hielt seine Mannschaft im Spiel und klärte gegen Justvan (62.) mit einer Glanzparade. Justvan war es auch, der in der 69. Minute den dritten FCN-Treffer auf dem Fuß hatte, jedoch das runde Leder knapp über das Tor jagte. Das längst überfällige 3:0 fiel dann in der 83. Minute durch Lochoshvili, der – wieder von Gyamfi nur zögernd angegriffen, zu viel Platz hatte und so seinen Doppelpack schnüren konnte.
Der Frust und die Enttäuschung nach der unsäglichen Leistung war allen Fans und Verantwortlichen des FCK anzusehen – Trainer Lieberknecht sprach nach dem Spiel von fehlender Haltung.
Nach diesem kollektiven Versagen steht am kommenden Wochenende die Länderspielpause an. Am Karsamstag (04.April 2026) gastiert um 13:00 Uhr Fortuna Düsseldorf mit Ex-FCK-Trainer Markus Anfang auf dem Betzenberg. Einmal mehr in dieser Saison hat sich das Team in die Situation gebracht, eine deutliche Reaktion zeigen zu müssen. Und schließlich stellt sich nicht ohne Grund die Frage: Hat das Team um Kapitän Marlon Ritter noch den Charakter, diese Saison würdig und angemessen zu Ende zu spielen?




