Thai-Bombs-Viernheim spenden 1.000 Euro an „DU MUSST KÄMPFEN!“ – WAKO-Präsident Oliver Hahl nutzte den Dreiländercup in Viernheim, um auf die Unterstützung krebskranker Kinder und Jugendlicher aufmerksam zu machen

Foto: Thai-Bombs-Viernheim

Viernheim (Thai-Bombs-Viernheim ) . -Die Thai-Bombs-Viernheim e.V. sind in ihren beiden sportlichen Schwerpunkten an zwei große Fachverbände angebunden: Im Muay Thai gehört der Verein dem Muay Thai Bund Deutschland an, im Kickboxen der WAKO Deutschland. Mit beiden Verbänden arbeiteten die Viernheimer auch bei der Durchführung des Dreiländercups zusammen.

Umso mehr freuten sich die beiden Hauptverantwortlichen Simon Heeger und Timm Clausen, dass WAKO-Präsident Oliver Hahl persönlich den Weg nach Viernheim fand. Hahl steht an der Spitze des Bundesfachverbandes für Kickboxen e.V. – WAKO Deutschland, der als nationaler Spitzenverband für Kickboxen Mitglied im Deutschen Olympischen Sportbund ist. Mehr als 37.000 Sportlerinnen und Sportler in über 400 Vereinen gehören nach Angaben des Verbandes mittlerweile zur WAKO-Familie.

Dass der Präsident eines solchen Verbandes trotz seiner zahlreichen Verpflichtungen am 20. Juni persönlich beim Dreiländercup in Viernheim zu Gast war, empfanden die Organisatoren als besondere Wertschätzung ihrer Arbeit.

Doch Oliver Hahl war nicht nur wegen des Sports nach Viernheim gekommen. Er nutzte die Aufmerksamkeit rund um den Dreiländercup auch, um auf ein Anliegen aufmerksam zu machen, das ihm und der WAKO Deutschland besonders am Herzen liegt: die Unterstützung von Kindern und Jugendlichen, die an Krebs oder anderen schweren Erkrankungen leiden.

Die WAKO Deutschland unterstützt dazu die Initiative „DU MUSST KÄMPFEN!“, mit der der Verband seit 2025 kooperiert. Die Geschichte der Initiative ist eng mit dem Darmstädter Jonathan „Johnny“ Heimes verbunden. Heimes war ein talentierter Nachwuchstennisspieler, als er im Alter von 14 Jahren an Krebs erkrankte. Gemeinsam mit seiner Jugendfreundin, der späteren Weltklassespielerin Andrea Petković, rief er schließlich „DU MUSST KÄMPFEN!“ ins Leben.

Bekannt wurde insbesondere sein Leitspruch „DU MUSST KÄMPFEN! Es ist noch nichts verloren.“ Die dazugehörigen Motivationsarmbänder verbreiteten sich weit über Darmstadt hinaus. Auch die besondere Verbindung von Johnny Heimes zum SV Darmstadt 98 machte seine Geschichte bundesweit bekannt. Heimes starb 2016 im Alter von nur 26 Jahren – seine Idee und sein Engagement leben jedoch bis heute weiter.

Mit den gesammelten Spenden werden Projekte unterstützt, die krebskranken Kindern und Jugendlichen sowie ihren Familien zugutekommen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Sport- und Bewegungsangeboten als Begleitung der Krebstherapie. Darüber hinaus werden unter anderem psychosoziale Unterstützungsangebote und weitere Hilfen gefördert, die den betroffenen Kindern und ihren Familien während einer außerordentlich schwierigen Lebensphase zur Seite stehen.

Gerade diese Verbindung zwischen Sport und Hilfe für schwerkranke Kinder überzeugte auch die Verantwortlichen der Thai-Bombs-Viernheim.

Bereits während des Dreiländercups machten Oliver Hahl und sein Team auf die Initiative aufmerksam. Sie kamen mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch und gaben gegen Spenden die charakteristischen „DU MUSST KÄMPFEN!“-Armbänder aus. Die Resonanz des Viernheimer Publikums war groß: Schon während der Veranstaltung kamen auf diese Weise mehrere hundert Euro für das Projekt zusammen.

Auch die Thai-Bombs-Viernheim wollten es nicht bei der Unterstützung während der Veranstaltung belassen. Der Verein entschied sich, den gesamten beim Dreiländercup angefallenen Flaschen- und Becherpfand für den guten Zweck zur Verfügung zu stellen und den Betrag aufzustocken.

So konnte schließlich die stolze Summe von 1.000 Euro an „DU MUSST KÄMPFEN!“ gespendet werden.

Für Simon Heeger und Timm Clausen ist dieses Engagement weit mehr als eine Randnotiz einer erfolgreichen Kampfsportveranstaltung. Gerade ein Sport, in dem Begriffe wie Kämpfen, Durchhaltevermögen, Mut und Aufgeben keine Fremdwörter sind, könne den Blick dafür schärfen, dass manche Menschen diese Eigenschaften unter völlig anderen und ungleich schwierigeren Bedingungen benötigen.

„Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit und gleichzeitig eine Ehre, dieses Projekt unterstützen zu dürfen“, erklären Heeger und Clausen. „Wir beschäftigen uns jeden Tag mit Menschen, die im sportlichen Sinne kämpfen. Bei ‚DU MUSST KÄMPFEN!‘ geht es aber um Kinder und Jugendliche, die einen Kampf führen müssen, den sie sich niemals ausgesucht haben. Wenn wir mit unserer Veranstaltung einen kleinen Beitrag dazu leisten können, diese Kinder und ihre Familien zu unterstützen, dann tun wir das sehr gerne.“

Deshalb soll die Zusammenarbeit nach dem Wunsch der Viernheimer keine einmalige Aktion bleiben. Schon jetzt richten die Thai-Bombs den Blick auf die nächste Auflage des Dreiländercups.

Am 8. Mai 2027 soll der Dreiländercup erneut in Viernheim stattfinden. Heeger und Clausen würden sich freuen, wenn „DU MUSST KÄMPFEN!“ und die WAKO Deutschland dann wieder mit dabei wären und der Dreiländercup erneut eine Plattform bieten könnte, um Spenden zu sammeln und auf die Situation schwerkranker Kinder und Jugendlicher aufmerksam zu machen.

Damit hätte der Begriff „Kämpfen“ beim Dreiländercup auch im kommenden Jahr wieder eine Bedeutung, die weit über Siege, Niederlagen und sportliche Erfolge hinausgeht.