Hochbeet für die Albert-Schweitzer-Schule


Viernheim (Albert-Schweitzer-Schule) – Auf Initiative des Viernheimer Bildungsbeirats wurde ein erfolgreiches Nachhaltigkeitsprojekt ins Leben gerufen. Im März 2025 organisierte der Bildungsbeirat einen Nachhaltigkeitswalk für seine Mitglieder. Neben den vielfältigen Stationen, an denen Nachhaltigkeit gelebt wird, stand besonders die erfolgreiche Kooperation zwischen der Albert-Schweitzer-Schule und der Arbeitsgruppe der Bildungslandschaft Viernheim „Kita und Schule als Lebens- und Begegnungsort – Essbare Stadt“ im Mittelpunkt. Eine Zusammenarbeit, die über das Förderband e.V. vermittelt wurde.
Die Schulgemeinde unter der Leitung von Miriam Heuser und Tina Knoonthong schuf dort einen Schulgarten, der durch zwei selbstkonstruierte Hochbeete ergonomischer und praktischer gestaltet wurde. Im Rahmen des Arbeitslehreunterrichts planten, konstruierten und montierten Klassen der BO-Stufen diese Hochbeete. Das unbehandelte Bauholz wurde freundlicherweise von der Viernheimer Firma Heinrich Abresch Holzgroßhandel gespendet.
Für die Schülerinnen und Schüler bot das Projekt die Möglichkeit, handlungsorientiert und im Team von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt an allen Arbeitsschritten mitzuwirken. Dabei zeigte sich, wie wichtig und wertvoll unterschiedliche Talente innerhalb einer Gruppe sind: Während einige Schülerinnen und Schüler besonders sicher im Umgang mit elektrischen Maschinen arbeiteten, übernahmen andere präzise Mess- und Markierungsarbeiten.
Aus den gewonnen positiven Erfahrungen der Kompetenzvermittlung entstand im geschäftsführenden Bildungsbeirat die Idee, den Bau der Hochbeete auch Kindertagesstätten zur Verfügung zu stellen. Holger Hofmann, Schulleiter der Albert-Schweitzer-Schule, bot beim Nachhaltigkeitswalk an, weitere Hochbeete nach individuellen Wünschen für Bildungseinrichtungen zu konstruieren. Da die Dielen vom Holzgroßhandel gespendet werden, bleiben die Kosten für die Einrichtungen überschaubar.
Das Projekt schafft neben der wertvollen praktischen Arbeit vor allem Raum für Partizipation in der eigenen Kommune und macht soziales Handeln unmittelbar sichtbar. Gleichzeitig erhalten die Kitas die Möglichkeit, landwirtschaftliches Grundlagenwissen praxisnah und nachhaltig zu vermitteln.
Dies fördert neben der Erfahrbarkeit von aufrichtiger Dankbarkeit auch den Horizont der eigenen Möglichkeiten zur gesellschaftlichen Teilhabe.
Im Januar 2026 meldete sich schließlich Mira Rolle, Leiterin der Kindertagesstätte Naturverwurzelt, mit dem Wunsch nach einem Hochbeet für den Eingangsbereich ihrer Einrichtung. Die Projektgruppe der BOS 3 begann daraufhin mit der Planung. Im wöchentlichen Arbeitslehreunterricht entstand Schritt für Schritt das Hochbeet: Dielen wurden zugeschnitten, Dübel angefertigt, Stabilisatoren entwickelt und montiert. Als zusätzliches gestalterisches Element fertigte die Mittelstufe im Arbeitslehreunterricht unter der Leitung von Anne Englert die Buchstaben des KiTa-Namens sehr liebevoll an.
Für die Montage des vorgefertigten Hochbeets vor Ort benötigten die Schülerinnen und Schüler zwei Termine. Dort wurden sie von neugierigen und freundlichen Kinderaugen empfangen. Das große Interesse der jungen Menschen machte den sozialen Wert dieses Projekts unmittelbar spürbar und steigerte zusätzlich die Motivation der Schülerinnen und Schüler. Auch die Nähe zur Natur wurde durch die neugierigen Blicke auf die freilaufenden Hühner für alle Beteiligten greifbar.
Dieses Ergebnis zeigt eindrucksvoll, wie durch die Netzwerkarbeit des Viernheimer Bildungsbeirats unkompliziert Projekte entstehen können, die nicht nur den beteiligten Einrichtungen zugutekommen, sondern auch dem Gemeinwohl und dem sozialen Zusammenhalt in Viernheim wichtige positive Impulse geben.



