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Kreis Bergstraße (kb) – Steigende Schülerzahlen, diverse Klassen, veränderte Anforderungen: Viele Schulen stehen vor der gleichen Herausforderung – sie brauchen mehr Raum. Wie darauf konkret und vorausschauend reagiert werden kann, zeigt die Nibelungenschule Heppenheim. Dort wurden jetzt zwei neue Unterrichtsmodule in Holzbauweise sowie eine neu gestaltete Außenanlage feierlich eröffnet.

 

Auch an der Nibelungenschule besteht zusätzlicher Raumbedarf für die Regelklassen. Um kurzfristig Entlastung zu schaffen und zugleich flexibel auf weitere Entwicklungen reagieren zu können, hat der Kreis Bergstraße als Schulträger nun zwei zusätzliche Einraummodule errichten lassen. Sie wurden auf dem bisherigen Lehrerparkplatz aufgebaut und erweitern das Raumangebot gezielt, ohne bestehende Räume zu ersetzen.

 

Landrat Christian Engelhardt machte bei der Eröffnung deutlich, dass es dabei um mehr geht als um zusätzliche Räume: „Steigende Bedarfe an unseren Schulen sind kein Ausnahmefall, sondern eine langfristige Aufgabe. Wir müssen heute Lösungen schaffen, die schnell greifen und zugleich Spielraum für morgen lassen. Investitionen wie diese sorgen dafür, dass Schule handlungsfähig bleibt – auch dann, wenn sich Rahmenbedingungen verändern.“

Die neuen Module sind als temporäre Lösung mit einer vorgesehenen Standzeit von vier Jahren geplant. Die Planungen begannen bereits im Juni 2025. Mit ihrer hellen Holzbauweise, einem barrierefreien Modul und kurzen Wegen schaffen sie nicht nur mehr Platz, sondern auch eine angenehme Lernatmosphäre. Ergänzt wird das Raumangebot durch eine neu gestaltete Außenanlage mit Aufenthaltsflächen, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Platz für Bewegung und Austausch. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 600.000 Euro.

 

Auch in sicherheitsrelevanter Hinsicht erfüllen die Module alle Anforderungen. Für die Holzbauweise gelten dieselben strengen brandschutzrechtlichen Vorgaben wie für massive Schulgebäude. Beide Module verfügen über zwei unabhängige Rettungswege, kurze Fluchtwege, ausreichende Abstände zu Bestandsgebäuden und sind an die bestehende Hausalarmanlage angeschlossen.

 

Die Reaktionen bei der Eröffnung sprachen für sich: Neugierige Blicke, lebhafte Gespräche und viel Freude bei den Schülerinnen und Schülern zeigten, wie wichtig zusätzliche Räume für den Schulalltag sind.