Steigende Nutzungszahlen und weniger Rückfragen bestätigen den Ausbau digitaler Verwaltungsleistungen -Mehrsprachige Online-Angebote und vereinfachte Abläufe erleichtern Antragstellungen

 

Kreis Bergstraße (kb)Während man im Kreis Bergstraße schon seit Jahren das Auto bequem und rund um die Uhr vom heimischen Wohnzimmer aus zulassen kann, sind inzwischen auch die Dienste der Ausländerbehörde nahezu vollständig digital verfügbar. PDF-Anträge wurden von der Website entfernt und Papierformulare gibt es nur noch auf ausdrücklichen Wunsch. Allein im April 2026 wurden fast 200 Anträge online eingereicht – mit weiter steigender Tendenz.

 

Es zeigt sich: Die digitalen Verwaltungsangebote des Kreises Bergstraße kommen an und verändern den Behördenalltag spürbar. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger erledigen ihre Anliegen online, die Bearbeitungszeiten sinken, Rückfragen werden seltener und Papierformulare sind nur noch die Ausnahme. Landrat Christian Engelhardt sieht darin einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen, serviceorientierten Verwaltung: „Die hohe Akzeptanz zeigt deutlich, dass digitale Verwaltungsangebote dort angenommen werden, wo sie den Alltag der Menschen konkret erleichtern. Unser Ziel ist es, Behördengänge einfacher, schneller und zeitgemäßer zu gestalten. Gleichzeitig profitieren auch unsere Mitarbeitenden von effizienteren Abläufen. Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein echter Mehrwert für Bürgerinnen und Bürger.“ Die Entwicklung in der Ausländerbehörde ist das Ergebnis eines schrittweisen Ausbaus seit März 2025 und steht exemplarisch für den Kurs des Kreises, Verwaltungsleistungen konsequent nutzerfreundlich zu digitalisieren.

 

Für Antragstellende macht sich der Fortschritt unmittelbar bemerkbar: Geführte Online-Anträge geben Orientierung, verhindern Eingabefehler und reduzieren Rückfragen. Die Dienste sind mehrsprachig nutzbar – aktuell unter anderem auf Englisch, Französisch, Spanisch, Serbisch, Türkisch und Arabisch; für den Bereich „Humanitäre Gründe“ ist zusätzlich Dari vorgesehen. Die sichere digitale Identifikation gelingt über die zunehmend verbreitete BundID, die sich unter anderem mit dem elektronischen Aufenthaltstitel (eAT) oder der Unionsbürgerkarte einrichten lässt. Über das zentrale Bürgerpostfach kann die Ausländerbehörde zudem kundenbezogen kommunizieren; nachgereichte Unterlagen werden automatisch der richtigen Person zugeordnet.

 

Auch hinter den Kulissen sorgt die Digitalisierung für Tempo und Qualität. Angaben und Dokumente liegen bereits bei Antragseingang weitgehend vollständig vor, eine doppelte Datenerfassung entfällt und die Weiterbearbeitung erfolgt medienbruchfrei. Das verkürzt die Durchlaufzeiten spürbar. Zugleich ermöglicht die digitale Aktenführung nachvollziehbare, transparente Prozessschritte – selbstverständlich DSGVO-konform.

 

Der Kreis Bergstraße entwickelt die Online-Dienste außerdem kontinuierlich weiter. In Vorbereitung sind etwa KI-gestützte Dokumentenprüfungen, die unter anderem Abweichungen bei Namen oder Geburtsdaten automatisch erkennen können. Außerdem ist vorgesehen, Bezahlvorgänge direkt in den digitalen Antragsprozess zu integrieren, um den Service aus einer Hand anzubieten und weitere Wege zu ersparen.

 

Die steigende Nutzung, die positive Resonanz und die sinkende Zahl an Rückfragen bestätigen den Kurs: Wo digitale Angebote konkret entlasten, werden sie angenommen – zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger ebenso wie der Mitarbeitenden in der Verwaltung.