Foto: CdG

Viernheim (Vo) – Tradtionell fand am ersten Sonntag im neuen Jahr (4.1.26) der Neujahrsempfang der Stadt Viernheim für den CdG mit ihrer Prinzessin Valentina I. im Rathaus statt. Bevor die CdG-Familie ins Rathaus einzog, empfing Jubiläumsprinzessin Valentina I.  vom 111 jährigem Jubiläum und ihre Eltern, die Mitglieder vom CdG, Familie und Freunde im CdG Vereinsheim, dort gab es einen Umtrunk und Snacks. Dort wurde auch die Fahne gehisst. Im Anschluss zog die Prinzessin, ihr Elferrat, die Garden und die Prinzessinenfamilie durch Viernheims Strassen zum Rathaus. Dort wurden sie von der Stadt Viernheim in Empfang genommen. Im Rahmen eines Spiel eroberte Valentina I. mit Unterstützung ihrers Elferrates den Stadtschlüssel.  Wie es in der Fastnacht so üblich ist, wurden selbstverständlich auch die Jahresorden übergeben. Mehrfach klangen die AHOI`s durch den Saal.

Jubiläumsprinzessin Valentina I. verlas ihre Regierungserklärung.

 

Regierungserklärung

 

Ihrer Lieblichkeit, CdG und Stadtprinzessin Valentina I. vom 111-jährigen Jubiläum

 

        Ich, Valentina I. Stadtprinzessin von Viernheim und Jubiläumsprinzessin des CdG gebe hiermit bekannt

  • 1

Die gesamte Verantwortung und Durchführung meiner dienstlichen als auch närrischen Verfügungen und Befehle ist mit heutigem Datum meinem 1. Sekretär, dem Bürgermeister dieser Stadt, Herrn Matthias Baaß, sowie dem Hohen Ministerium des CdG zu übertragen.

Da es um die städtischen Finanzen momentan viele Diskrepanzen gibt, werde diese in einem eigenen Paragraphen abgehandelt.

  • 2

Die klammen kommunalen Kassen führen zu außergewöhnlichen Personalentscheidungen.

Ausscheidende Führungskräfte werden nicht ersetzt, Büros gänzlich geschlossen, Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in andere Ämter versetzt.

So soll die Stadtkasse entlastet werden. Auch wir wollen unseren Beitrag zu diesen Sparmaßnahmen leisten.

Alle Führungspositionen im Rathaus werden vom närrischen Ministerium des CdG übernommen, da dieses bekanntlich ehrenamtlich arbeitet, können die Kosten für Gehälter komplett eingespart werden.

Auch die Wahl des Bürgermeisters im nächsten Jahr kann eingespart werden, weil die jeweils amtierende Stadtprinzessin dessen Aufgabe übernimmt, nicht nur bis Aschermittwoch, sondern ganzjährig.

Somit wird auch das Gehalt des Bürgermeisters eingespart

  • 3

Meine Vorgängerin Vanessa I. hat in ihrer Regierungserklärung im §7 bereits über die Nutzung der jetzigen Feuerwache nachgedacht, sollte es zum Bau einer neuen Wache kommen.

Wie es scheint, sieht sich momentan niemand in der Lage einen solchen Neubau anzustoßen bzw. voranzutreiben.

Unser 1. Stadtrat benötigt dazu ganz offensichtlich fastnachtliche Unterstützung.

Deshalb ordne ich an, dass an der favorisierten Stelle, Nähe der Stadtwerke, ein neues modernes Feuerwehrgerätehaus gemäß den heutigen und zukünftigen Ansprüchen gebaut wird.

Damit ist gewährleistet, dass die Kameraden und Kameradinnen der Freiwilligen Feuerwehr Viernheim relativ schnell und Problemlos zu den entsprechenden Einsatzorten ausrücken können.

Verantwortlich hierfür ist unser 1. Stadtrat

  • 4
  • Bezugnehmend auf den vorhergehenden Paragraphen ergibt sich die Möglichkeit, das dann ehemalige Gebäude der Freiwilligen Feuerwehr Viernheim anderweitig zu nutzen.

Vanessa I. ordnete im letzten Jahr eine Verwendung als Kindertagesstätte an.

Eine weitere Alternative wäre es, das Gebäude für die Fastnachter der Stadt zu nutzen.

Ich weiße somit an, das das neugegründete Fastnachtskomitee dort seinen Hauptsitz haben soll. Die Fahrzeughalle und Werkstätten sind den Viernheimer Vereinen für den Motivwagenbau und deren Unterstellung außerhalb der Fastnacht kostenlos zur Verfügung zu stellen.

Dadurch haben auch Vereine, die über kein eigenes Domizil verfügen, die Möglichkeit einen Motivwagen zu bauen.

Davon profitieren alle Beteiligten, auch die Bevölkerung weil der Fastnachtszug dann noch attraktiver, bunter und größer wird.

  • 5

Getreu dem Motto „zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel“

wurden in Viernheim neben der Grundsteuer und den Abwassergebühren nun auch die Friedhofsgebühren drastisch erhöht!

Mit der seit Monaten anhaltenden Inflationsrate von deutlich über 2%, kann man mit Fug und Recht behaupten, nicht nur das Leben in Viernheim wird teurer, nein, auch das Sterben.

Wir müssen demzufolge länger leben und arbeiten, um genügend Geld für unsere letzte Ruhestätte anzusparen.

Das wäre ja auch im Sinne unserer Bundesregierung, die sowieso nicht weiß, wie künftige Renten finanziert werden sollen.

Es gilt deshalb:

Man darf erst aus dem Leben scheiden, wenn man nachweisen kann, das genügend Geld für die eigene Bestattung zur Verfügung steht.

  • 6

In Viernheim gibt es eine neue Bauernhof-Kita mit dem Namen „Naturverwurzelt“

Direkt am „Alten Weinheimer Weg“ sollen die Kinder in die Natur, den Umgang mit Tieren und in den Gemüseanbau eingebunden werden, um Nachhaltigkeit und Verantwortung zu lernen.

Von wem können sie das am besten lernen?

Von unserer älteren Generation, die diese Lebensweise aus ihrer Jugend kennt und auch heute noch teilweise praktiziert.

Ich weise deshalb an, in unmittelbarer Nähe der Bauernhof- Kita eine Seniorenresidenz mit dem Namen „Naturverliebt“ zu planen und zu errichten.

Die Senioren können dann ihr Wissen, ihr Können und ihre Erfahrungen an die Kinder weitergeben.

Die Kinder wiederum sorgen für ein erfüllendes Zusammensein von Jung und Alt, und wirken mit diesem Projekt der Vereinsamung im Alter entgegen.

  • 7

Dem Bürgerhaus in Viernheim, der Heimspiel-Arena aller viernheimer Fastnachter, geht es nicht gut.

Die Luftfeuchtigkeit im Gebäude ist sehr hoch.

Es wird schon heftig spekuliert, ob im Bürgerhaus ein zweites Hallenbad entsteht.

Es könnte aber auch sein, das man ein Experiment gestartet hat, mit dem Motto: Wie lange dauert es, wenn man ein Gebäude sich selbst überlässt, bis es nicht mehr nutzbar ist.

Bis dahin nutzen wir das Bürgerhaus eben als Bürgerswimmingpool!

Aber bitte beheizt!

Anstatt in neue Stühle und Tische sollte dann aber in Schwimmringe und Luftmatratzen investiert werden.

  • 8

Neues Parksystem in der Tiefgarage Hallenbad.

Man kann jetzt mit Kennzeichenerkennung in die Tiefgarage einfahren und gelangt auf dem gleichen Weg wieder hinaus.

An der Ausfahrtsschranke wird man per Bildschirm über die anfallende Parkgebühr informiert und muss dort direkt bezahlen, bargeldlos!

Soweit der Plan!

In der Realität fährt man beim Einfahren an die Schranke, auf dem Display steht, das dein Kennzeichen nicht erkannt wurde. Das muss man dann auf dem Display bestätigen, erhält ein Ticket mit der Einfahrzeit und dem Kennzeichen, was angeblich nicht erkannt wurde.

Beim Ausfahren erkennt der Automat dann das Kennzeichen.

Doch dann kommt der Bezahlvorgang.

War man weniger als 1 Stunde in der Tiefgarage und besitzt die V-Card, hält man die V-Card an das entsprechende Lesefeld, die Schranke öffnet sich und man kann hinausfahren.

Wenn man bezahlen muss, ist das Lesefeld für die entsprechende Bezahlkarte (bargeldlos Zahlen) weiter oben am Automat, für SUV Fahrer ist das kein Problem dieses zu erreichen, mit einem Kleinwagen hast du verloren. Da es zu eng ist um die Tür zu öffnen muss man sich durch das geöffnete Seitenfenster zwängen um an das Lesefeld zu gelangen.

Hat man 2-3 Autos, die bezahlen müssen, vor sich an der Ausfahrt , brauchst du keine versteckte Kamera mehr.

Meine Anweisung:

Die Ehrengarde der Großen 3 übernimmt 24/7 den Dienst an der Schranke und ist beim Bezahlvorgang behilflich.  

  • 9

Verwirrung auf der L631

Wenn man aus Richtung Straßenheim kommend auf die L631 , Heddesheimer Straße stößt , muss man, um direkt nach Viernheim zu kommen, links abbiegen.

Orientiert man sich aber an dem dort aufgestellten Wegweiser bzw. der Ortshinweistafel müsste man aber nach rechts abbiegen.

Wie wir alle wissen ist das falsch.

Aber was wollen uns diejenigen die diese Schilder aufgestellt haben damit sagen?

Menschliches Versagen?

 Sind eventuell die Viernheimer eingeweiht und wollen somit die Heddesheimer nach Viernheim locken?

Bis dieser offensichtliche Fehler behoben ist, verfüge ich hiermit, das der 11 er Rat der Großen 3 den Verkehrsteilnehmern, als mobile Hinweisgeber, den richtigen Weg zeigt.

Momentan sind die Schilder demontiert.

  • 10

Im Auftrag der Stadt wurden an insgesamt 14 Standorten im Stadtgebiet elektronische Warnsirenen angebracht.

Diese sollen im Katastrophenfall für schnelle und zielgerichtete Warnung der Bevölkerung sorgen.

Durch die digitale Ansteuerung können alle Sirenen ohne Zeitverzug ausgelöst werden.

Auch Durchsagen sind jetzt möglich.

Am 10. September, am deutschlandweiten Warntag können diese neuen Sirenen getestet werden.

Um die neuen Sirenen schon vorher zu testen und ihre Funktion zu prüfen, gilt ab sofort folgende Anweisung:

Bis zum Aschermittwoch ist die viernheimer Bevölkerung täglich um 11:11 Uhr mit 3 kräftigen A- Hoi zu begrüßen, und zu Ehren des 111- jährigen Jubiläum des CdG, soll alle 111 Minuten der Narhalla- Marsch ertönen.  

  •  11

In einer Zeit, in der militärische Konflikte in der Welt für Angst und Schrecken sorgen, religiöse Fanatiker die Nachrichten bestimmen, oder Sicherheitskonzepte über Veranstaltungen entscheiden, ist es nicht immer einfach närrisch und lustig zu sein.

Aber wir dürfen uns dem Terror nicht beugen, wir dürfen nicht aufhören unsere Werte zu leben und unsere Traditionen und Bräuche zu pflegen.

Deshalb rufe ich ihnen hier und heute zu, feiern sie mit uns Narren die Vernemer Fastnacht in all ihrer Buntheit und Vielseitigkeit, besuchen sie zahlreich unsere Veranstaltungen, erleben sie gemütliche Stunden voller Frohsinn und Heiterkeit.

Erfüllen sie unseren Viernheimer Fastnachtzug mit Leben, ob als Teilnehmer oder Zuschauer.

Uns, sind alle frohgesinnten Menschen herzlich willkommen.

Angeordnet und verkündet im Ratssaal des alten Rathauses der Stadt Viernheim am 4. Januar 2026

 

       Valentina I. vom 111-jährigen Jubiläum

 

Im Anschluss an den offiziellen Teil, liesen alle den Nachmittag gemütlich bei einem Umtrunk ausklingen.