Bürgernetzwerk begrüßt Pflanzungsaktion am Bannholzgraben
Am vergangenen Samstag wurde unter reger Beteiligung von Bürgern ein weiterer Teil der Grünflächen am Bannholzgraben durch Baumpflanzungen und Pflanzbeete ökologisch aufgewertet. Zusätzlich wurden die Wege nunmehr auf ganzer Länge instandgesetzt, nach dem diese vor ca. 3 Jahren bei erster Instandsetzung nur auf halber Strecke fertiggestellt wurden.. Die Aufteilung in mehrere Bauphasen verursacht entsprechend Mehraufwände. Anderseits gilt es sich nach den verfügbaren Mitteln zu richten.
Das Bürgernetzwerk begrüßt diese ökologische Aufwertung der zuvor nur als Grün- oder Rasenflächen dienenden Areale. Bäume sorgen für frische und kühle Luft sowie für Verschattung an heißen Tagen. Darüber sind sie je nach Sorte auch Lebensraum für Vögel, Insekten und Eichhörnchen (für die bspw. diverse Nussbäume als Nahrungsquelle interessant sind). Nach Ansicht des Bürgernetzwerkes sind dies Maßnahmen, die den Anträgen zur Klimafolgenabwehr dienen. Ebenso begrüßenswert ist die wenngleich punktuelle Zusammenarbeit der Stadtverwaltung mit Umweltinitiativen wie „Plant for the Planet“. Diese globale Initiative führt Kinder und Jugendliche in Themen des Umweltschutzes ein und ist weltweit erfolgreich aktiv. Inwiefern auch lokale Umweltgruppen mit ihrer Kompetenz in solche Bepflanzungen eingebunden werden können, wäre seitens der Verwaltung abzuklären.
Insgesamt wandelt sich damit der Grünzug am Bannholzgraben sukzessive in eine Quasi-Parklandschaft mit ansprechender Aufenthaltsqualität für Anwohnerschaft und Besucher. Zur ökologischen Aufwertung durch Bäume und Pflanzen zählt das Bürgernetzwerk auch ein Mehr an Tierschutz. Bisher finden sich dazu ein Imkerstandort für Zuchtbienen und vereinzelt Blühwiesen sowie bei Regen kurzzeitig stehendes Regenwasser in den Gräben. Die Vorschläge des Bürgernetzwerkes dazu wären das Anbringen von Nistkästen für verschiedene Vogelarten, Insektenhotels für Solitärbienen und Trinkgelegenheiten für Vögel und Insekten, z.B. durch kleine Wasserstellen sowie Igelburgen. Deshalb bedauert das Bürgernetzwerk die vollständige Beseitigung der „Feldholzinsel“ mit Gebüschen und Hecken, die Tieren bisher als geschützter Unterschlupf und zur Überwinterung dienen konnten. Eine entsprechende Ersatzbepflanzung im Sinne eines lokalen Tierschutzes erscheint angebracht, wobei nachvollziehbarer Weise das Ausbreiten von Brombeersträuchern zu regulieren wäre.
Für Igel, Hasen, Wildkaninchen und streunende Katzen sind die dortigen Grünflächen, zumal oft an Äcker angrenzend, sowohl Aufenthalts- wie auch Lebensraum und werden dort mitunter gesichtet. Schließlich erstreckt sich der Grünzug in mehreren Abschnitten vom Adolf Loos Weg im Süden bis zur Wiesenstraße im Norden als weitgehend zusammenhängendes Habitat. Politisch abzuklären, ob, wann und wie die restlichen Flächen des Grünzuges ebenfalls saniert und ökologisch aufgebessert werden.
Bürgernetzwerk Viernheim




