Schulzentrum: Sachlichkeit statt Utopien Überschrift – Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Leserbrief von W. Theymann/Bürgernetzwerk Viernheim vom 26.10.2026 „Häme statt Lösungen“
Viernheim (CDU) – Wer den o.g. Leserbrief vom Bürgernetzwerk liest, könnte meinen, das neue Schulzentrum sei bereits fertig geplant und erst anschließend werde überlegt, wie die Schülerinnen und Schüler sicher dorthin gelangen. Das ist schlicht falsch.
Tatsächlich befinden sich Stadt und Kreis mitten im Planungsprozess. Ein wesentlicher Bestandteil der sog. Bauleitplanung (Bebauungsplan) sind u.a. die notwendigen Verkehrsuntersuchungen und Gutachten. Dabei wird selbstverständlich auch geprüft, wie die Schülerinnen und Schüler das Schulzentrum sicher erreichen können. Neben der unmittelbaren OEG-Anbindung und der geplanten Radschnellverbindung (falls sie dort auch gebaut wird) besteht mit dem Alten Weinheimer Weg unter der Autobahnbrücke bereits heute eine vollständig kreuzungsfreie Verbindung.
Entscheidend ist doch, zunächst die fachlichen Grundlagen zu schaffen und daraus abzuleiten, welche Maßnahmen überhaupt notwendig und sinnvoll sind.
Diese Erkenntnisse fließen anschließend in die bauleitplanerische Abwägung ein. Erst dann lässt sich seriös darüber diskutieren, ob zusätzliche bauliche Veränderungen erforderlich sind, welche Lösung die geeignetste ist und wie diese finanziert werden kann. Die Vorschläge des Bürgernetzwerks gingen dabei weit über eine zusätzliche Fahrradbrücke hinaus. Diskutiert wurde unter anderem eine Tieferlegung der L 3111 mit einer sogenannten Troglösung. Angesichts der angespannten Haushaltslage unserer Stadt darf man solche Vorstellungen durchaus als utopisch bewerten. Denn neben erheblichen Investitionskosten verursachen Brücken- und Tunnelbauwerke auch langfristige Kosten für Unterhaltung, Wartung und Instandsetzung. Wer solche Großprojekte fordert, sollte deshalb auch erklären, wie sie finanziert werden sollen. Der pauschale Verweis auf Fördermittel oder Hessen Mobil reichen nicht aus, zumal regelmäßig erhebliche Eigenanteile bei Förderprogrammen verbleiben.
Dass die Prüfung einer Nutzung der alten Eisenbahnbrücke aufgegriffen wurde, ist sinnvoll. Allerdings ist auch diese Idee keineswegs neu. Entsprechende Überlegungen bestehen seit Jahren, unter anderem im Zusammenhang mit der Neugestaltung des Knotenpunkts Friedrich-Ebert-Straße, Wiesenstraße und August-Bebel-Straße, wie aus einer Anfrage an die Verwaltung hervorgeht. Entscheidend sind hier auch die Grundstücksfragen und Kostenvorstellungen der Deutschen Bahn.
Im Übrigen:
Wer selbst beständig politische Entscheidungen anderer kritisiert, sollte eine kritische Bewertung der eigenen Ideen nicht gleich als Spott darstellen und sich in die Opferrolle begeben.
Für die CDU-Fraktion ist klar:
Die Sicherheit der Schulwege hat höchste Priorität. Aber verantwortungsvolle Politik bedeutet, Entscheidungen auf Grundlage von Fakten und Untersuchungen zu treffen, statt vorschnell millionenschwere Lösungen zu diskutieren, deren Notwendigkeit gar nicht feststeht.
Genau dafür gibt es ein geordnetes Bauleitplanverfahren mit Verkehrsuntersuchungen und entsprechenden Gutachten.
Für die CDU-Fraktion:
Ruth Büchler Klaus Mandel
Fraktionsvorsitzende
Schulzentrum: Sachlichkeit statt Utopien Überschrift –
Stellungnahme der CDU-Fraktion zum Leserbrief von W. Theymann/Bürgernetzwerk Viernheim vom 26.10.2026 „Häme statt Lösungen“
Eine Pressemitteilung Ihrer CDU Viernheim
Für den CDU-Stadtverband Viernheim – Vorstand + Fraktionsvorstand:
Torben Kruhmann Ruth Büchler Klaus Mandel
[V.i.S.d.P. Markus Zimmermann]




