Foto: J.H. Darchinger/Friedrich-Ebert-Stiftung, 6/FJHD000238

Viernheim (SPD) – Die SPD Viernheim lädt am Sonntag, dem 11.10.2025 um 15:00 Uhr zur gemeinsamen Teilnahme an der öffentlichen Führung durch die Sonderausstellung „Jupp Darchinger – Das Auge der Republik“ im Friedrich-Ebert-Haus (Pfaffengasse 18, 69117 Heidelberg) ein.

Im Jahr 2025 hätte Josef Heinrich „Jupp“ Darchinger seinen 100. Geburtstag gefeiert. Er war ein Fotograf, der wie kein anderer die Akteur:innen und gesellschaftlichen Entwicklungen der Bonner Republik begleitet und dokumentiert hat. Ob in Wochenzeitungen wie der ZEIT oder dem SPIEGEL, im Magazin Bunte oder auf Wahlplakaten – die Fotografien von Darchinger waren in den 1970er bis 1990er Jahren allgegenwärtig. Seine Bilder waren von großer Bedeutung für die visuelle Kultur jener Zeit und prägen bis heute die Erinnerung an Persönlichkeiten wie Helmut Schmidt, Willy Brandt oder Helmut Kohl.

Darchingers fotojournalistische Laufbahn begann 1949 mit dem Kauf seiner ersten Kamera. Im selben Jahr wurde seine Heimatstadt Bonn zum provisorischen Regierungssitz der BRD gewählt. Die neu gegründete SPD-Parteizentrale vertraute ihm erste fotografische Aufträge an, und bald schon kam er mit der Bundespolitik in Berührung. Er begleitete eine politisch und medial wandlungsreiche Zeit, in der sich die Presselandschaft und der Bildbedarf stetig vergrößerten. Früh zeigte sich seine besondere Stärke für Porträtaufnahmen, die für seine gesamte Karriere von großer Bedeutung blieb. Dabei begegnete er auch Konzernchefs und Staatsoberhäuptern auf Augenhöhe und brachte sie dazu, die Person hinter der gesellschaftlichen Rolle sichtbar werden zu lassen, so Klara Niemanns Beschreibung des Fotojournalisten im Ausstellungskatalog, der 2025 im J.H.W. Dietz Nachfolger Verlag erschien.

Wie die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte Heidelberg auf ihrer Internetseite berichtet, ist die Jubiläumsausstellung des LVR-Landesmuseums Bonn in Kooperation mit dem Archiv der sozialen Demokratie der Friedrich-Ebert-Stiftung entstanden. Zu den Höhepunkten zählen die sogenannten „Themenbilder“, die den politischen und ökonomischen Aufbruch nach dem Zweiten Weltkrieg veranschaulichen. Gleichzeitig richten sie den Blick auf die gesellschaftlichen Umbrüche der Bonner Republik – von der Ölkrise 1973 über die Friedens- und Emanzipationsbewegung bis zur Migrationsdebatte der 1980er Jahre.

Anreise: In Fahrtgemeinschaften mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Treffpunkt Bahnhof Viernheim 13.20 Uhr)

Anmeldung: Telefonisch 06204 929559 (AB), per E-Mail an info@spdviernheim.de oder über das Kontaktformular auf der Internetseite www.spdviernheim.de.