AMS Viernheim: Sieg beim Vorlesewettbewerb auf Bezirksebene

Viernheim (AMS) – Laura Hofsäß aus der 6b, die aktuelle Siegerin des Vorlesewettbewerbs der Albertus-Magnus-Schule, beeindruckt weiterhin mit ihren Vorlesekünsten. Nachdem sie im Februar bereits als beste Vorleserin des Kreises Bergstraße Ost gekürt worden war, gewann sie nun gemeinsam mit Finja Meyer auch den Bezirksentscheid Darmstadt-Süd. Als Nächstes steht der Landesentscheid in Frankfurt an.
Am Samstag, 18.04.2026, traten in der Buchhandlung „Kapitel 43 – Zeit für gute Bücher“ in Rüsselsheim neun Mädchen und ein Junge beim Bezirksentscheid Darmstadt-Süd gegeneinander an. In der ersten Runde lasen alle drei Minuten lang eine Textstelle aus einem selbst gewählten Buch vor. Laura musste direkt als erste ran und las aus dem Jugendroman „Wie unsichtbare Funken“ von Elle McNicoll. Darin geht es um das autistische Mädchen Addie, das sich mit der Hexenverfolgung in seiner Heimatstadt beschäftigt. In der von Laura ausgewählten Textstelle realisiert Addie, dass diese sogenannten Hexen nur deshalb getötet wurden, weil sie anders waren als andere Menschen – genauso, wie Addie selbst anders als andere ist. Diese an sich schon eindringliche Textstelle las Laura mit einer solchen Intensität vor, dass später die Moderatorin des Wettbewerbs gestand, dass sie beim Zuhören eine Gänsehaut bekommen hatte. Doch dann waren erst einmal die anderen Kinder an der Reihe und auch sie zeigten mit ihren hervorragenden Vorträgen, warum sie es bis in den Bezirksentscheid geschafft hatten.
In der zweiten Runde ging es dann in umgekehrter Reihenfolge weiter und Laura musste bis ganz zum Schluss warten, bis sie an der Reihe war. Alle Teilnehmer lasen jetzt den gleichen für sie unbekannten Text vor, eine Stelle aus Oliver T. Steinwells Roman „Die Schattendiebe“. Nach jeweils drei Minuten wurden sie unterbrochen. Der Fairness halber waren nur die vorlesenden Kinder anwesend und die anderen durften nicht zuhören. Auch diese Aufgabe wurde von allen bravourös gemeistert, auch wenn sich hier langsam kleine Unterschiede in der Leseflüssigkeit und der Intonation bemerkbar machten.
Anschließend wurde es noch einmal spannend, als sich die Jury zur Beratung zurückzog. Diese bestand aus Martina Kollmann-Schuch, einer Mitarbeiterin der Buchhandlung, die als Leiterin der Kath. Öffentlichen Bücherei viel mit jungen Leserinnen und Lesern zu tun hat. Unterstützt wurde sie von Isabel Ludschoweit und Johanna Finkernagel, zwei jungen Autorinnen. Doch dann wurde das Ergebnis verkündet und neben Finja Meyer durfte sich Laura Hofsäß über den wohlverdienten Sieg freuen.
Anfang Mai tritt Laura nun in Frankfurt auf Landesebene an und ist damit nur noch eine Runde vom großen Finale in Berlin entfernt. Doch dass überhaupt jemand den Bezirksentscheid erreicht und dann auch noch gewinnt, ist bereits ein Riesenerfolg, den es so in den letzten Jahren an der AMS nicht gegeben hat.





