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Viernheim (SPD) – Seit die Harbig-Halle im Oktober 2019 aufgrund herabgestürzter Deckenteile überraschend geschlossen werden musste, steht die Halle den Viernheimer Bürger*innen nicht mehr zur Verfügung. Eine statische Prüfung hatte damals ergeben, dass umfangreiche Sanierungsmaßnahmen oder ein Neubau der Hallendecke erforderlich sind, damit künftig die Sicherheit der Sportler*innen gewährleistet ist. Seit mehr als zweieinhalb Jahren ringen die Stadtverordnetenversammlung, die Verwaltung und der betroffene Sportverein um die beste Lösung zur Wiedereröffnung der Sporthalle. Nun ist Licht am Ende des Tunnels in Sicht, und die SPD wird – wie bereits bei allen bisherigen Beratungen zu dieser Sanierung – weiter ihre Zustimmung geben, um endlich mit den Arbeiten beginnen und sie schnellstmöglich zum Abschluss bringen zu können.

 

Nachdem im Mai 2021 der ungeplante Wechsel des mit den Sanierungsarbeiten beauftragten Ingenieurbüros bekannt wurde und es zu öffentlichen Unmutsbekundungen kam, stellte die SPD-Fraktion eine Anfrage beim damaligen 1. Stadtrat. Wiederum ein Jahr später, nachdem unter neuer Leitung die Entwurfsplanung finalisiert und die Gewerke ausgeschrieben wurden, steht jetzt eine Kostensteigerung von fast 600.000 Euro im Raum, für die Sanierung werden nun knapp 2,4 Mio. € veranschlagt. Dies hängt vor allem mit den allgemeinen Preissteigerungen im Bausektor zusammen und ist u. a. der anhaltenden Knappheit von Holz und den gestiegenen Energiepreisen bei der Herstellung von Stahl geschuldet. Für die Stadtverordneten trotzdem ein gehöriger Brocken, den es erst einmal zu verdauen galt. „Erst hat der Planungsprozess aufgrund externer Faktoren sehr lange gedauert und jetzt erwischt uns die Preissteigerung mit voller Wucht. So hatten wir uns das ursprünglich sicher nicht vorgestellt“, stellt Fraktionsvorsitzender Daniel Schäfer die Überlegungen in seiner Fraktion dar.

 

Für die SPD-Fraktion war indes trotzdem klar: „Wir bekennen uns weiter klar und deutlich zur Rudolf-Harbig-Halle als wichtige Sportstätte in Viernheim und sehen keine Alternative zur geplanten Deckensanierung. Auch wenn die Kostensteigerung sehr schmerzlich ist, sehen wir die große Bedeutung der Halle für den Viernheimer Schul- und Vereinssport. Aus diesem Grund standen wir seit der Schließung der Harbig-Halle auch in regelmäßigem Austausch mit dem TSV Amicitia Viernheim“, so der Fraktionsvorsitzende Daniel Schäfer weiter. Bei der Stadtverordnetenversammlung am kommenden Freitag werde man aus diesem Grund den gestiegenen Kosten zustimmen, damit die Reparatur des Hallendachs jetzt möglichst schnell begonnen werden könne.

 

„Mit unserer Politik verfolgen wir das Ziel, den Viernheimer Sportler*innen in den Sportvereinen beste Bedingungen zu bieten. Die Wertschätzung des Ehrenamtes im Sport hat in Viernheim eine sehr gute Tradition, aus diesem Grund darf es bei der Dachsanierung nun keine weiteren Verzögerungen geben und die finanziellen Mittel müssen zügig durch die Stadtverordnetenversammlung freigegeben werden – auch wenn dies den finanziellen Spielraum für andere Bauprojekte in Viernheim nicht unwesentlich einschränkt“, macht Jörn Ritterbusch, Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses, deutlich, „wir setzen darauf, dass es bei der weiteren Umsetzung des Sanierungsprojektes einen regen und regelmäßigen Austausch zwischen Verwaltung und Verein geben wird. Uns ist bewusst, welche Belastung es für den Verein darstellt, nun in die dritte Hallensaison ohne die Harbig-Halle gehen zu müssen. Nur gemeinsam seien solche Herausforderungen zu stemmen“, so Ritterbusch abschließend.