Mannheim: Ermittlungsgruppe „Campus Ludi“ nach DFB-Pokalderby eingerichtet – Polizei bittet um Foto- und Videoaufnahmen

Mannheim (ots/Polizeipräsidium Mannheim) – Nach den Vorfällen im Zusammenhang mit dem DFB-Pokalderby zwischen dem SV Waldhof Mannheim und dem 1. FC Kaiserslautern am 21. August 2026 hat das Polizeipräsidium Mannheim die Ermittlungsgruppe „Campus Ludi“ eingerichtet.
Bereits vor dem Anpfiff kam es im Carl-Benz-Stadion zu erheblichen Vorfällen. Anhänger des 1. FC Kaiserslautern feuerten massiv Pyrotechnik auf das Spielfeld, wodurch sich der Beginn der Partie verzögerte. Auch während des gesamten Spiels wurde in beiden Fanblöcken wiederholt massiv Pyrotechnik abgebrannt.
Nachdem es auf dem Spielfeld zu einer Rudelbildung zwischen Spielern beider Mannschaften gekommen war, übertrug sich die aggressive Stimmung unmittelbar auf die Ränge. In der Folge kam es zu Becherwürfen in Richtung der Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern. Im weiteren Verlauf schossen Anhänger des 1. FC Kaiserslautern mit Raketen in Richtung der Haupttribüne des SV Waldhof Mannheim.
Anschließend kam es zu einem Platzsturm durch Mannheimer Anhänger. Eine Vielzahl von Polizeikräften musste daraufhin das Spielfeld betreten, um die Personen zurück in die jeweiligen Zuschauerbereiche zurückzudrängen. Dabei wurden die Einsatzkräfte massiv mit Pyrotechnik beschossen.
Darüber hinaus wurden während der Partie durch Anhänger des 1. FC Kaiserslautern mehrere Sitzreihen aus ihrer Verankerung gelöst. Nach Spielende verbrannten Anhänger des 1. FC Kaiserslautern ihre Choreografie. Hierdurch entstand ein erheblicher Sachschaden.
Zur umfassenden Aufarbeitung der Geschehnisse hat das Polizeipräsidium Mannheim die Ermittlungsgruppe „Campus Ludi“ eingerichtet. Der Ermittlungsgruppe gehören derzeit 11 Beamtinnen und Beamte der Schutz- und Kriminalpolizei an.
Ziel der Ermittlungsgruppe ist es, die zahlreichen Vorfälle umfassend aufzuarbeiten, vorhandene Informationen sowie Foto- und Videoaufnahmen zu sichten und auszuwerten sowie Tatverdächtige zu identifizieren und strafrechtlich zur Verantwortung zu ziehen.
Die Ermittlerinnen und Ermittler sind dabei insbesondere auf die Unterstützung von Zeuginnen und Zeugen angewiesen. Das Polizeipräsidium Mannheim bittet daher Personen, die im Zusammenhang mit den Vorfällen Foto- oder Videoaufnahmen gefertigt haben, diese der Ermittlungsgruppe zur Verfügung zu stellen.
Hierzu wurde ein entsprechendes Hinweisportal eingerichtet:
https://bw.hinweisportal.de
Die Polizei bittet insbesondere auch Personen, die bislang noch keinen Kontakt zu den Ermittlungsbehörden hatten, ihre Aufnahmen zur Verfügung zu stellen. Auch scheinbar nebensächliche Aufnahmen können für die Ermittlungen von Bedeutung sein und zur Identifizierung einzelner Tatbeteiligter beitragen.
Das Polizeipräsidium Mannheim bedankt sich bei allen Zeuginnen und Zeugen für ihre Unterstützung.




