Foto: Malteser Hilfsdienst

Viernheim (Malteser Hilfsdienst) –  Auf ein Jahr (2023) mit vielen Einsätzen blickten die Viernheimer Malteser bei ihrer ersten Ortsversammlung nach den schwierigen Corona-Jahren zurück. Gleich mehrfach wurde in den vergangenen Monaten der Betreuungszug des ehrenamtlichen Hilfsdienstes alarmiert, um Menschen nach Brandeinsätzen zum Beispiel in Bensheim, Rimbach und Viernheim zu evakuieren und unterzubringen. Die Sanitätshelfer des Vereins kamen in Viernheim beim Triathlon, Innenstadtfest und vielen Sportveranstaltungen zum Einsatz und wurden auch bei verschiedenen Veranstaltungen im ganzen Kreisgebiet eingesetzt. Außerdem nahmen die Malteser an einer Übung zur Katastrophenvorsorge des Landkreises Bergstraße in Zwingenberg teil.

 

Eine Lehre, die die ehrenamtlichen Helfer aus einer realen Katastrophe gezogen haben, führte in diesem Jahr zu einer Veränderung des Fuhrparks: Ein Pkw und ein VW-Bus wurden verkauft und dafür ein multifunktional einsetzbarer PKW mit sieben Sitzplätzen und Allradantrieb neu in Dienst gestellt. Wie wichtig Allradantrieb im Einsatz sein kann, erlebten viele Katastrophenschützer beim Einsatz nach der Flut im Ahrtal, als es schwierig wurde, alle Orte mit Einsatzfahrzeugen zu erreichen. Eingesetzt werden kann das neue Auto auch für den Transport von Spenderorganen, für den gleich mehrere Malteser aus Viernheim in ihrer Freizeit rund um die Uhr auf Abruf bereit stehen. Allein 2023 war das Organ-Team 40 Mal im Einsatz. Für diese und andere Aufgaben suchen die Malteser immer zusätzliche ehrenamtliche Helfer. Wie sehr ihre Arbeit gebraucht wird, zeigt sich zum Beispiel auch bei der Erste-Hilfe-Ausbildung, die der Hilfsdienst regelmäßig anbietet. Denn: „Die Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe stabilisiert sich nach den Corona-Jahren wieder“, konnte Ausbildungs-Leiter Jürgen Miedniak mit Blick auf steigende Teilnehmer-Zahlen vermelden.

 

Geführt werden die Viernheimer Malteser nicht nur von Stadtbeauftragtem Marc Häffner und seinem Stellvertreter Miedniak, sondern von einem Viererteam. „Nur so ist diese große Aufgabe ehrenamtlich überhaupt machbar“, betonte Häffner. Im Beisein von Diözesanleiterin Isabell Baronin Salis-Soglio wurde das Führungsteam mit Martina Falkenstein als Finanzreferentin und Alexander Weber als Leiter Einsatzdienste offiziell ernannt. Gemeinsam mit ihnen stemmen 40 aktive Mitglieder des Vereins derzeit alle anfallenden Einsätze, viele davon schon seit etlichen Jahren. Das zeigte die Ehrung langjähriger Helfer, die auch die zurückliegenden Corona-Jahre abdeckte. Für 40 Jahre im aktiven Dienst wurden Martina Falkenstein und Michael Steyer geehrt. Michael Falkenstein, Frank Helfrich, Florian Miedniak und Hilde Grosch können auf 25 Jahre im aktiven Dienst zurückblicken und Seda Kilic kommt auf 15 Jahre im Einsatzdienst. Gefeiert wurde anschließend gemeinsam mit einem Imbiss. Dabei weihte das Küchenteam gleich die in Eigenarbeit in diesem Jahr neu in die Fahrzeughalle eingebaute stationäre Einsatzküche für Verpflegungseinsätze ein. Sie ist jetzt bereit für neue Einsätze im nächsten Jahr.