Noch im Winterquartier, bald in neuer Voliere: Kronenkranich im Vogelpark Viernheim
Foto: Vogelpark Viernheim e.V.

Viernheim (Stadt Viernheim) — Der Kronenkranich trägt nicht nur eine goldene Krone auf dem Kopf – er ist 2026 auch ganz offiziell zum „Zootier des Jahres“ gewählt worden. Die Auszeichnung lenkt den Blick auf eine Tierart, die in der Wildbahn stark bedroht ist und nur in wenigen zoologischen Einrichtungen gehalten wird. Der Vogelpark Viernheim, der sich bereits seit Jahrzehnten um diese Art kümmert, rückte dabei als positives Beispiel für gelebten Artenschutz in den Fokus der Berichterstattung überregionaler Medien.

 

Medien berichten über Artenschutz „made in Viernheim“

Im Rahmen der bundesweiten Berichterstattung zum „Zootier des Jahres 2026“ wurde auch der Vogelpark Viernheim porträtiert. Der Radiosender hr3 und das Fernsehmagazin „Main Tower“ des Hessischen Rundfunks nahmen die Kronenkraniche in den Blick und fanden in Viernheim ein positives Beispiel für gelungene Haltung und gemeinschaftlich gelebten Artenschutz. „Man hält Tiere in zoologischen Einrichtungen hauptsächlich, um die Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass die Tiere bedroht sind – und der Kronenkranich ist der ideale Botschafter“, erklärt Nadine Heimann, städtische Mitarbeiterin im Vogelpark, im Interview. Der Fernsehbeitrag ist über den folgenden Link auf der städtischen Homepage abrufbar – ab Minute 18 geht es konkret um den Vogelpark Viernheim: www.viernheim.de/kronenkranich

 

Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht dabei auch der jüngste Erfolg des Parks: Erstmals gelang im Sommer 2025 die Aufzucht eines Jungtiers, das nun gemeinsam mit den Elterntieren den Winter in der beheizten Innenanlage verbringt. Aktuell sind die Kronenkraniche daher nicht zu sehen – erst wenn die Temperaturen im Frühjahr konstant im zweistelligen Bereich liegen, darf die kleine Familie in die neue Freiflugvoliere umziehen und freut sich auf zahlreiche Besucherinnen und Besucher.

 

Neue Voliere als Gemeinschaftsleistung

Die neue Außenanlage war notwendig geworden, nachdem das alte Gehege – 2018 in Eigenleistung errichtet – durch Vandalismus und Wetterschäden unbrauchbar geworden war. Für einen professionellen Neubau fehlten die Mittel.

 

Doch der Verein Vogelpark Viernheim entwickelte gemeinsam mit den Mitarbeitenden der Stadt eine kreative Lösung: Ein Weidezelt wurde zur Voliere umgebaut, ausgestattet mit Netzüberdachung, Offenstall, naturnaher Bepflanzung und Aussichtsplattform. Dank vieler ehrenamtlicher Stunden Sachleistungen und Geldspenden aus der Bürgerschaft sowie von Unternehmen konnte das Projekt für rund 25.000 Euro realisiert werden – ein Drittel davon finanziert durch Spenden. Die offizielle Eröffnung der Afrikavoliere ist für Samstag, 11. April, um 11:30 Uhr geplant, lädt der Vorstand des Vereins ein. Auch eine Aussichtsplattform mit Picknickplätzen gehört künftig zum neu gestalteten Gehegebereich.

 

Starke Verbindung von Ehrenamt und Stadt

Der Vogelpark in der Industriestraße 32 wird ehrenamtlich vom Verein Vogelpark Viernheim e. V. geführt, mit Unterstützung durch die Stadtverwaltung. „Der Vogelpark ist ein schönes Beispiel dafür, was möglich ist, wenn Ehrenamt, Stadtverwaltung und Gesellschaft zusammenarbeiten,“ zeigt sich Bürgermeister Matthias Baaß dankbar. „Deshalb unterstützen wir den Park nicht nur finanziell, sondern auch ganz praktisch – durch personelle Unterstützung in Organisation und Technik.“, ergänzt Jan Krasko, Leiter des Kultur- und Sportamts. Es soll zudem gemeinsam ein Zukunftskonzept entwickelt werden, das die Einrichtung strukturell absichern und weiterentwickeln soll.

 

Der Vogelpark Viernheim zeigt, wie moderner Artenschutz gelingen kann – mit Erfahrung, Engagement und echter Kooperation. Der Kronenkranich ist hier nicht nur Zootier des Jahres, sondern fester Bestandteil eines besonderen Ortes für Mensch und Tier.