Hitziges Derby endet mit torlosem Unentschieden – FCK-Keeper Julian Krahl retten FCK einen Punkt
Kaiserslautern(C.Wunderle) – Zweites Saisonspiel – zweites Spiel ohne eigenen Treffer, aber auch weiterhin ohne Gegentor. Während der FCK nach dem Wolfsburgspiel noch den vergebenen Chancen nachtrauerte, können die Roten Teufel mit dem Punkt im Heimspiel gegen den Karlsruher SC zufrieden sein und sich bei ihrem Torwart Julian Krahl bedanken, der in der zweiten Spielhälfte gleich mehrfach zur Stelle war und zusammen mit Defensivakteur Gyamfi die Bestnoten auf Lauterer Seite verdiente.
Ausverkauftes Haus mit fast 50 000 Zuschauern am Samstagabend – Derby und Flutlichtspiel – die Kulisse war gerichtet. Mit einer beeindruckenden Wendechoreographie sorgten die FCK-Fans in der Westkurve schon vor Spielbeginn für einen optischen Höhepunkt. Die Stimmung war aufgeheizt, was sich auch auf das Spielgeschehen übertrug. Viele Unterbrechungen und Nickligkeiten, hart geführte Zweikämpfe und Emotionen prägten vor allem zu Beginn die Partie, dabei stand immer wieder FCK-Kapitän Ritter im Fokus in der hitzigen Anfangsphase. Fußballerisch war es kein Leckerbissen, klare Torchancen auf beiden Seiten konnte man an einer Hand abzählen. Der FCK, im 1. Durchgang mit mehr Ballbesitz und optisch überlegen, hatte seine erste Torannäherung in der 20. Minute bei einem allerdings harmlosen Kopfball von Skytää. Lauterns Finne, der immer wieder in Dribblings ging, wurde vom KSC hart angegangen und musste kurz vor dem Halbzeitpfiff auch verletzt das Feld verlassen. Skytää war es, die die erste richtige Torgelegenheit des FCK in der 22. Minute mit einem Chip auf Berisha einleite. Der Abschluss des FCK-Stürmers ging jedoch nur an das Außennetz. Die Badener, die in den ersten 40 Minuten offensiv fast überhaupt nicht stattfanden, kamen durch einen schweren Patzer von FCK-Spieler Kunze zu einer großen Chance, doch Krahl konnte Broschinskis Schuss abwehren. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit bot sich nach schöner KSC-Kombination wieder Broschninski die Chance, fand aber in Krahl seinen Meister – und Egloff verzog beim Nachschuss. Lautern hatte im Gegenzug nach feiner Einzelaktion von Sahin noch die Chance zur Halbzeitführung, sein Abschluss war jedoch zu schwach und ging am Tor vorbei.
Ein sehenswerter Pass von Ritter auf den zuvor eingewechselten Kanaté leitete dann die 2. Halbzeit ein. Der pfeilschnelle FCK-Neuzugang, der in seinen Aktionen sehr unglücklich bleiben sollte, hatte Probleme bei der Ballmitnahme und scheiterte aus spitzem Winkel gegen KSC-Torwart Bernat. Durch einen bösen Fehlpass von Rasmussen kam der KSC zu seiner ersten Chance nach dem Seitenwechsel, aber Krahl warf sich mutig in den Schuss von Pinto Pedrosa und rettete sein Team vor dem Rückstand. Immer mehr kam der KSC nun besser ins Spiel und drückte auf die Führung, während es dem FCK nicht gelang, sich aus dieser Situation zu befreien. Glück für die Gastgeber, als KSC-Spielführer Wanitzek in der 57. Minute aus aussichtsreicher Position verzog. Die Parade des Spiels zeigte dann Krahl in der 68. Minute, der Kobalds strammen Schuss aus dem Winkel fischte. Die Badener waren dem Führungstreffer näher, doch immer wieder war Krahl zur Stelle, wie auch bei Wanitzeks Distanzschuss aus der 78. Minute, den er über die Latte lenkte. Eine Minute später hätte KSC-Keeper Bernat den FCK-Schlussmann mit einem schnell ausgeführten Freistoß in Höhe der Mittellinie beinahe überwunden.
Es blieb letztlich beim torlosen Remis, mit dem der FCK angesichts der 2. Halbzeit gut leben konnte.
Nach zwei Partien in der neuen Saison stehen beim FCK auf beiden Seiten weiterhin die Null. Im kommenden brisanten Pokalderby beim gut in die 3. Liga gestarteten SV Waldhof Mannheim muss aber, will man in die 2. DFB-Pokal-Runde einziehen, ein eigener Treffer erzielt werden. Ein weiteres Unentschieden wird es für den FCK jedenfalls nicht geben können. Die Partie im Carl-Benz-Stadion ist restlos ausverkauft, Anpfiff am kommenden Freitag ist um 18 Uhr.





