Foto: Jahrgang 59/60

Viernheim (Jahrgang 59/60) – Am 02.08.2026 unternahmen 31 Mitglieder des Viernheimer Jahrgangs 1959/60 einen gemeinsamen Ausflug zum Volksschauspiel Ötigheim. Einige Teilnehmer kannten das Volksschauspiel bereits und waren voll des Lobes.

 

Rund 4.000 Personen finden auf der Zuschauertribüne ihren Platz. Die Freilichtbühne Ötigheim ist die größte bespielte Freilichtbühne Deutschlands unter den Amateurtheatern und hat eine bespielbare Bühnenfläche von 174 m.

Die Darsteller auf der Bühne und Mitarbeiter hinter den Kulissen arbeiten hauptsächlich   ehrenamtlich. Allein dieses Hintergrundwissen ist sehr beeindruckend. Die Volksschauspiele Ötigheim können mittlerweile auf eine über 100jährige Tradition zurückblicken. Das nur am Rande.

 

Die Organisatoren unseres Ausfluges charterten einen Bus des Unternehmens JM Touristik. Julian Meiß, unser Fahrer, begrüßte die Teilnehmer des Ausfluges in einem modernen Reisebus mit Panoramadach und sehr bequemen Sitzplätzen mit viel Beinfreiheit. Schon das war ein Erlebnis.

 

Da wir zu zeitig am Spielort angekommen waren, hatten wir die Gelegenheit, uns die Beine zu vertreten und/oder uns unter einem schattigen Baum über gemeinsame frühere Zeiten auszutauschen und in Erinnerungen zu schwelgen.

 

Vor dem eigentlichen Volksschauspiel gab es die Möglichkeit, auf dem Gelände einen Imbiss einzunehmen bzw. sich mit kühlen Getränken zu erfrischen. Die Vereine des Dorfes haben dazu ein vielfältiges gastronomisches Angebot zu moderaten Preisen sichergestellt.

 

Der Blick auf die überdachte Tribüne war überwältigend.

 

Voller Spannung erwarteten wir nun den Beginn der Vorstellung.

 

Das Blumenmädchen Eliza fällt dem Sprachforscher Henry Higgens durch ihren ordinären Dialekt auf. Er schließt mit seinem Freund Oberst Pickering eine Wette ab, dass er die „Rinnsteinpflanze“ zu einer „Grande Dame“ machen kann. Dabei kam es zu vielen sehr lustigen Episoden. So zum Beispiel als Henry Higgens eine Kerze entzünden wollte, um Eliza die Aussprache des „H“ beizubringen. Allerdings blies eine lauwarme Windbrise die Kerze immer wieder aus. Alle Versuche waren vergebens, so dass Henry Higgens das Anzünden der Kerze nicht mit dem Wortlaut des Drehbuches ausführen konnte, sondern mit sehr lustigen Bemerkungen aufgab. Das Publikum lachte und applaudierte.

 

Neben den Hauptdarstellern konnten wir weitere Darsteller in Massenszenen, die weitestgehend aus Ötigheim sind, erleben. Es wurde getanzt und gesungen oder diverse Szenen, wie die Vater-Tochter-Gespräche oder Kneipenszenen gespielt. Pferde ritten durch das Bühnenbild und Oldtimer wurden in Szenen integriert. Man fühlte sich direkt in die Zeit zurückgesetzt. Dazu trugen natürlich auch die bis heute bekannten Ohrwürmer wie „Es grünt so grün“, „Mit nem kleenen Stückchen Glück“ und „Ich hätt’ getanzt heut’ Nacht“ bei. Mal lustig und komisch, mal tiefgründig, begeisterten die Massenszenen mit den vielen tollen Tänzern, Sängern und Darstellern.

 

Das Musical endete mit tosendem Applaus und stehenden Ovationen.

 

Tief beeindruckt von der Aufführung des Musicals sind wir wieder in Richtung Bus gelaufen. Manchmal trifft man unterwegs Personen aus längst vergangenen Zeiten. So traf unsere Birgit ihre ehemalige Lehrerin aus der Mädchenschule. Birgit erkannte die Schwester sofort und so konnten sie bis zur Abfahrt des Busses noch etwas plaudern.

 

Am Bus erwartete uns unser Fahrer Julian Meiß mit gut gekühlten Getränken und brachte uns gesund und munter wieder nach Viernheim.

 

Der Ausflug zum Volksschauspiel war ein voller Erfolg und wird noch lange in Erinnerung bleiben und vielleicht auch nicht der letzte Besuch des Volksschauspiels gewesen sein.

 

Wir danken den Organisatoren des Ausfluges Christiane mit Dieter und Klaus-Dieter für den hervorragend geplanten und organisierten Musicalbesuch. Wir freuen uns schon auf den nächsten Stammtisch, übrigens am 27. August im Brauhaus und weiteren gemeinsamen Unternehmungen, wie z.B. die Weinlagenwanderung.