Buße und Versöhnung neu entdecken: Pfarrei Hl. Johannes XXIII. lädt zu Gesprächsabenden ein
Viernheim (Kath.Kirche) -Was Menschen ein Leben lang mit sich tragen, bleibt oft im Verborgenen: Schuld, Verletzungen, Brüche oder unausgesprochene Erfahrungen. Diese Beobachtung stand auch im Mittelpunkt eines Gespräches des Pfarrteams in der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass es in der Gemeinde bislang keine gelebte Beichtpraxis gibt. Gleichzeitig kann dies eine Chance sein, das Sakrament der Versöhnung neu zu entdecken – Wege zu suchen, die Menschen heute berühren, tragen und entlasten können.
Aus diesem Impuls heraus lädt die Pfarrei Hl. Johannes XXIII. zu zwei offenen Abenden rund um das Thema Buße und Sakrament der Versöhnung ein. Beide Veranstaltungen beginnen um 19:00 Uhr im Pfarrzentrum an der Marienkirche. Der erste Abend findet am Donnerstag, 22. Januar, statt. Als Referentinnen und Referenten sind Dr. Tonja Deister, Diplompsychologin, und Dr. Bernhard Deister, Referent für Geistliche Begleitung im Bistum Mainz, zu Gast. Der zweite Abend am Donnerstag, 5. Februar, wird von Aaron Torner, Referent für Katechese im Bistum Mainz, gestaltet. An beiden Abenden soll bewusst ein offener Raum entstehen: für ehrliche Fragen, persönlichen Austausch und gemeinsames Nachdenken. Im Mittelpunkt stehen grundlegende und zugleich sehr lebensnahe Fragen: Was geschieht eigentlich in der Beichte – im Tiefsten, im Geistlichen? Welche biblischen Grundlagen trägt das Sakrament? Was bedeutet „sakramental“ und worin unterscheidet sich die Beichte von einer Therapie? Kann Versöhnung auch im privaten Rahmen geschehen, etwa im Gespräch mit einem vertrauten Menschen? Und gibt es Themen, die insbesondere Frauen nur schwer mit einem Priester teilen können – und stellt dies ein Hemmnis dar? Die Pfarrei Hl. Johannes XXIII. lädt alle Interessierten herzlich zu den beiden Veranstaltung ein.



