Bürgernetzwerk begrüßt Baumpflanzungen – Die drei V*s und 10.000plusX als Ziel für mehr Klimaschutz und mehr Grün in Viernheim
Viernheim (Bürgernetzwerk Viernheim) – Das Bürgernetzwerk begrüßt die neuen Baumpflanzungen des lokalen Umweltamtes Viernheims, die derzeit im gesamten Stadtgebiet stattfinden. So in der Heidelberger Straße, in den Straßenzügen am Bannholzgraben sowie am „Weinheimer Ohr“ (Hybridwiese an der Stadtausfahrt Richtung Weinheim/Bergstraße L3111). Im Kommunalwahlkampf hatte das Bürgernetzwerk diese verwaisten Baumstandorte kritisiert und Nachpflanzungen eingefordert. Die jetzigen Aktivitäten sieht das Bürgernetzwerk als Bestätigung seiner Kritik an und ist erfreut über das neue Mehr an Grün.
Ungeachtet dieser positiven Maßnahmen verbleiben weiterhin etliche verwaiste Baumstandorte wie auch Baumverluste durch Abholzungen. Diese fanden zuletzt u.a. am Kapellenberg massiv statt wie auch in den Monaten und Jahren zuvor bei verschiedenen Baumaßnahmen der Stadt Viernheim, u.a. am Bürgerhausparkplatz oder am Rennweg im geplanten Neubaugebiet Nordwest II und an den Böschungen der Autobahnen durch die Autobahnmeisterei.
Das Bürgernetzwerk nennt als idealen städtischen Baumbestand innerhalb der bebauten Stadtfläche 10.000plusX Bäume (derzeit ca. 8.500). Denn Bäume sind Bestandteil des 3V-Konzeptes des Bürgernetzwerkes durch Versickerung, Verdunstung und Verschattung zur Verbesserung des lokalen Kleinklimas beizutragen. In Erwartung höherer Temperaturen und auch Hitzewellen mit tagsüber von 35Grad und höher im Sommer, werden diese 3Vs zunehmend bedeutsamer. Insbesondere Beton- und Teerbrachen gilt es entsiegeln und durch Grünflächen, idealer Weise mit Baumbestand, zu ersetzen. Dazu bereitet die Fraktion des Bürgernetzwerkes derzeit einen Antrag vor.
Auch wenn überwiegend Laubbäume gesetzt werden sollten, sieht das Bürgernetzwerk auch bestimmte Nadelbäume als sinnvolle Ergänzung städtischer Grünflächen an. Durch ihr dichtes Nadelwerk und Immergrün sind diese für geschützten Nestbau von Vögeln, sichere Rückzugsflächen und Luftreinhaltung auch durchaus von Bedeutung.
Bei der bestehenden Baumschutzsatzung sieht das Bürgernetzwerk eine kontraproduktive bürokratische Überformalisierung. Es sei zu überlegen, eine vereinfachte Satzung zum Schutz älterer und größerer Bäume vor willkürlicher Fällung in privaten Gärten zu erstellen. Dazu gilt es abzuwarten, was deren Evaluation zur Anwendung und Effektivität erbringt. Diese Überprüfung ist ohnehin beschlossen und anstehend und könnte auch zum Ergebnis haben, die Satzung ganz aufzugeben.
Ggf. könnte diese Überarbeitung mit einem Bürgerbeteiligungsverfahren verbunden werden um eine vereinfachte Satzung für den begrüßenswerten Schutz von Bäumen zu erreichen. Einnahmen aus der Baumschutzsatzung durch Zahlung von Fällprämien privater Immobilienbesitzer an die Stadt sollten zweckgebunden für Baumpflanzungen verwendet werden. Auch dazu plant die Fraktion des Bürgernetzwerkes einen Initiativantrag.




