Bildungsbeirat Viernheim lädt am 5. November ins Bürgerhaus ein – Fachliche Impulse, Denkwerkstatt und gemeinsamer Austausch

Gemeinsam Ideen entwickeln: Bei der Bildungskonferenz 2025 tauschten sich die Teilnehmenden über gelingende Bildungsübergänge aus und erarbeiteten konkrete Lösungsansätze. Auch für den 5. November sind wieder Eltern, Fachkräfte und Interessierte eingeladen, sich aktiv einzubringen. Diesmal dreht sich alles um das Thema Neurodivergenz. Im Bild: (v. l.) Die Vorsitzende des Bildungsbeirats Cornelia Dewald sowie Sabine Ruth von der Jugendförderung und Mitglied der Geschäftsführung im Bildungsbeirat.
Foto: Stadt Viernheim
Foto: Stadt Viernheim

Viernheim (Stadt Viernheim) – Warum fällt es einem Kind schwer, sich in einer lauten Schulklasse zu konzentrieren? Warum erlebt ein anderes Veränderungen im Tagesablauf als enorme Belastung? Und warum funktionieren Strategien, die vielen helfen, bei manchen Menschen überhaupt nicht?

 

Menschen denken, lernen, kommunizieren und nehmen ihre Umwelt unterschiedlich wahr. Neurodivergenz beschreibt diese neurologische Vielfalt – beispielsweise bei Autismus, ADHS oder Dyslexie. Wie sich solche Unterschiede zeigen können, welche Barrieren daraus im Alltag entstehen und wie Potenziale besser erkannt und gefördert werden können, steht im Mittelpunkt der diesjährigen Viernheimer Bildungskonferenz.

 

Unter dem Titel „Neurodivergenz verstehen und gemeinsam Lösungen entwickeln“ lädt der Bildungsbeirat Viernheim am Donnerstag, 5. November, von 14 bis 17 Uhr ins Bürgerhaus (Kreuzstr. 2-4) ein. Angesprochen sind Eltern ebenso wie Fachkräfte aus Bildung, Betreuung und Beratung sowie alle Interessierten. Die Teilnahme ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

 

Fachlich begleitet wird die Bildungskonferenz von zwei Expertinnen: Maria Etlender von der Praxisgemeinschaft Neurodivergenz Ingolstadt, deren Schwerpunkt auf Autismus und ADHS im Erwachsenenalter liegt sowie PD Dr. Irina Jarvers von der Universität Regensburg, Lehrstuhl für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Beide geben fachliche Impulse zum Thema Neurodivergenz und übernehmen die Moderation der gesamten Veranstaltung.

 

Neben der Vermittlung von Fachwissen steht vor allem der gemeinsame Austausch im Mittelpunkt. In einer Denkwerkstatt entwickeln Eltern und Fachkräfte in kleinen Teams alltagstaugliche Ideen und Strategien, die individuell umgesetzt werden können.

 

Dabei sollen unterschiedliche Erfahrungen und Perspektiven zusammenkommen. Ziel ist es, Barrieren abzubauen, Potenziale zu fördern und konkrete Anregungen mitzunehmen – für den Familienalltag ebenso wie für die Arbeit in Bildungseinrichtungen.

 

Bildung in Viernheim gemeinsam gestalten

Die Bildungskonferenz steht zugleich für einen Weg, den Viernheim bereits seit vielen Jahren verfolgt. Seit mehr als 20 Jahren bringt die städtische Jugendförderung bei Bildungskonferenzen Akteurinnen und Akteure aus Schulen, Kindertagesstätten und außerschulischen Bildungseinrichtungen zusammen. Aus dieser kontinuierlichen Bildungsarbeit sind im Laufe der Jahre weitere Netzwerke und Strukturen entstanden. Ein wichtiger Meilenstein war 2024 die Gründung des Bildungsbeirats Viernheim.

 

Heute vereint das Gremium rund 40 Akteurinnen und Akteure aus Schulen, Kitas, Vereinen, Verwaltung, Kirche und Zivilgesellschaft. Gemeinsam setzen sie sich dafür ein, Bildung in Viernheim nachhaltig, gerecht und lebensnah weiterzuentwickeln und allen Menschen faire Bildungschancen zu ermöglichen. Die jährliche Bildungskonferenz ist dabei ein wichtiger Baustein: Sie greift aktuelle Herausforderungen auf, bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen und schafft Raum, gemeinsam Ideen für die Viernheimer Bildungslandschaft zu entwickeln.

 

Weitere Informationen zur Arbeit des Bildungsbeirats gibt es unter www.viernheim.de/bildungsbeirat.