Reichspogromnacht: Städtische Gedenkstunde am 9. November 2026

Foto: Andreas Stahl

Viernheim (Sttadt Viernheim) – Die Stadt Viernheim lädt am Montag, 9. November 2026, um 18 Uhr zur Gedenkstunde anlässlich des Jahrestags der Reichspogromnacht von 1938 in die KulturScheune, Wasserstraße 20, ein. Gemeinsam mit dem jüdischen Religions- und Kulturverein Viernheim „Schalom“ und dem „Viernheimer Appell“ erinnert die Stadt an die Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung und des Holocaust. Alle Bürgerinnen und Bürger sind eingeladen, gemeinsam der Opfer zu gedenken. Die Gedenkstunde beginnt mit dem gemeinsamen Glockengeläut aller Viernheimer Kirchen.
Im Mittelpunkt steht in diesem Jahr der Vortrag „Angriffe auf die Präzedenzlosigkeit der Shoah vor und nach dem 7. Oktober 2023“ von Andreas Stahl. Dabei geht er der Frage nach, warum der Holocaust in seiner historischen Einzigartigkeit immer wieder infrage gestellt wird. Dabei beleuchtet er insbesondere aktuelle Formen des Antisemitismus und die politische Instrumentalisierung des Holocaust im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt.
Andreas Stahl leitet die Zentrale Beratungsstelle zu Antisemitismus an Hochschulen in Nordrhein-Westfalen (ZeBA NRW). Er ist seit vielen Jahren in der politischen Bildung tätig, Mitherausgeber mehrerer Bücher zum Thema sowie Gründungsmitglied der Gesellschaft für kritische Bildung und Mitglied des Centrums für Antisemitismus- und Rassismusstudien (CARS) Aachen.
Die Gedenkstunde wird von der Städtischen Musikschule Viernheim musikalisch begleitet. Im Anschluss begeben sich die Teilnehmenden zum Mahnmal der Bücherverbrennung vor der Stadtbibliothek. Dort endet die Veranstaltung mit einer Schweigeminute.



