Lautrer Bollwerk nicht zu knacken – FCK feiert standesgemäßen 2:0-Heimsieg gegen Bochum – Lukovic trifft bei seinem Debut
Kaiserslautern(C.Wunderle) – „Stark, strong, powerful“ – so urteilte Bochums Gästetrainer Uwe Rösler nach der Partie über den Auftritt des 1. FC Kaiserslautern, der einen standesgemäßen 2:0-Heimsieg gegen die Gäste aus dem Ruhrpott einfuhr. Bei ausverkauftem Heimbereich und 46 788 Zuschauern auf dem Lautrer Betzenberg war einmal mehr die stabile Defensive das Prunkstück und ausschlaggebend für nunmehr sechs Saisonspiele ohne Gegentreffer. Der FCK stellt mit nur vier Gegentoren die beste Defensive der 2. Bundesliga. Ein Spektakel oder ein fußballerischer Augenschmaus mit vielen Torraumszenen war die Partie am Samstagnachmittag wahrlich nicht. Was jedoch auf FCK-Sicht aktuell stimmt, sind die Resultate. Mit nunmehr 15 Punkten aus acht Partien setzt sich die Mannschaft von Trainer Torsten Lieberknecht, der für sein 500. Zweitligaspiel als Spieler und Trainer geehrt wurde, in der Spitzengruppe auf Platz 4 fest. Am kommenden Samstagabend kommt es in Nürnberg zum Aufeinandertreffen mit der wohl spielstärksten Mannschaft der 2. Liga, die aktuell drei Zähler entfernt auf dem 2. Tabellenplatz thront.
Trainer Lieberknecht gab diesmal dem 20jährigen Neuzugang Milos Lukovic das Vertrauen im Sturm, der damit sein Debut im Trikot der Roten Teufel feiern konnte. Und der Stürmer sollte dieses auf dem Platz mit einer vollauf überzeugenden Leistung zurückzahlen. So brachte er seine Mannschaft in der 31. Minute in Führung, als er nach einem Befreiungsschlag von Abwehrass Gymafi auf den agilen Kanaté mustergültig bedient wurde und gekonnt den Ball am herauseilenden Bochumer Torwart Horn vorbei ins Netz schob. Die Führung fiel dabei quasi aus dem Nichts, den zuvor waren nennenswerte Torgelegenheiten auf beiden Seiten nicht vorhanden – eine höhepunktarme erste Halbzeit ging so zu Ende.
Der FCK hatte auch in der 2. Spielhälfte mehr Ballbesitz, und ließ gegen offensiv harmlose Bochumer Gäste nichts zu. Nach einer Haas-Flanke in der 66. Minute war Skyttäs Kopfball zentral auf Horn zu unplatziert, aber immerhin mal eine Torraumszene, die bis zu Ende gut herausgespielt wurde. Für die Entscheidung sorgte in der 74. Minute ein Luftduell im Bochumer Strafraum, als Gästepieler Patino Lauterns Elvedi mit dem Ellenbogen im Gesicht erwischte. Schiedsrichter Hanslmann entschied auf Strafstoß für den FCK – eine harte Entscheidung des Unparteiischen. Sahin verwandelte den fälligen Elfmeter zum 2:0. Die Pfälzer hätten in der 86. Minute auf 3:0 erhöhen müssen, aber Sauer köpfte nach Yardimicis Flanke freistehend am Tor vorbei. Im Gegenzug hatten auch die Gäste ihre größte Chance – nach einer Kopfballstafette nickt Klaiber den Ball nur knapp über die Latte. Ein Fernschuss von Taz in der Nachspielzeit der Begegnung ging nur knapp am Lautrer Gehäuse vorbei und bildete den Schlusspunkt der Partie, die die Roten Teufel insgesamt verdient und souverän gewannen.
Ein Spieler auf Bochumer Seite wurde beim Auslaufen nach der Partie besonders von den Rängen gefeiert. Daniel Hanslik, Aufstiegsheld und Lautrer Publikumsliebling der letzten Jahre, der zum Ende der letzten Saison nach Bochum wechselte, wurde mit „Hanslik-Sprechchören“ nochmal entsprechend gewürdigt.




