Kaiserslautern (C.Wunderle) – Es war ein Auftritt, der Mut und Hoffnung macht auf eine sorgenfreie und erfolgreiche Saison. Der 1. FC Kaiserslautern entführte beim absoluten Topfavoriten der 2. Bundesliga, dem VFL-Wolfsburg, beim torlosen Unentschieden einen für viele unerwarteten Zähler – und war am Ende sogar etwas enttäuscht, dass es nicht für mehr reichte. Denn die Roten Teufel, begleitet von über 6000 lauten und frenetischen Betzeanhängern, die für eine Heimspielatmosphäre im Wolfsburger Stadion sorgten, hatten die klareren Chancen zum Siegtreffer.

Der FCK startete, abgesehen von Elvedi, der nach seiner Leihzeit aus Fürth wieder in die Pfalz zurückkehrte, ohne Neuzugang. Auf Seiten der Gastgeber standen gleich mehrere namhafte Neuzugänge – schließlich ist die Unterstützung des Volkswagen – Konzerns für den Profifußball ungebrochen groß.

Nach einem anfänglichen Abtasten auf beiden Seiten bot sich Lautern Skytää in der 6. Minute die große Chance zur Führung, der plötzliche vor VFL-Keeper Zielinski auftauchte, aber im Duell mit dem jungen Wölfe-Torwart scheiterte. Dessen Mannschaftskamerad Sousa sorgte in der 9. Minute mit einem ersten Distanzschuss für den ersten Torabschluss, der am FCK-Tor vorbeistrich. Die FCK-Fans rauften sich in der 13. Minute die Haare – schließlich hätte Asta nach butterweicher Flanke von Rasmussen per Kopf für die Führung der Gäste sorgen müssen. Wolfsburgs 6-Millionen-Neuzugang Damar verfehlte kurz darauf mit einem wuchtigen Schuss das FCK-Gehäuse nur knapp. Der VFL wurde mehr und mehr stärker und drängte die Pfälzer in die eigene Hälfte. Die Dreierkette des FCK machte ihre Sache ausgezeichnet, FCK-Abwehrspieler Gyamfi klärte mit einem sehenswerten Tackling in höchster Not vor dem einschussbereiten Hornby, der von Ex-Hertha-Spieler Resse,  für den der VW-Klub rund 8 Millionen Euro auf den Tisch legte, bedient wurde. Die Niedersachsen versuchten es immer wieder mit Distanzschüssen. In der 41. Minute rettete der Außenpfosten die Lautrer bei Wahls Volleyschuss.

Den Gästen aus der Pfalz gelang es auf beeindruckende Weise, das Spielgeschehen in der 2. Hälfte immer mehr auf die eigene Seite zu ziehen. In der 56. Minute hatte der FCK wieder den Torschrei auf den Lippen. Nach einem sehenswerten Angriff über Asta und Berisha lief Skytää frei auf das VFL-Tor zu. Es gelang ihm aber nicht, den Ball am starken VFL-Torwart vorbei ins Tor zu schlenzen. Der für FCK-Kapitän Ritter eingewechselte Neuzugang Kanaté prüfte in der 70. Minute mit einer sehenswerten Einzelaktion Zielinski, der einmal mehr Garant für die Null auf Seiten des VFL war. Der ebenfalls eingewechselte Robinson verfehlte drei Minuten vor Spielende mit einem Distanzschuss das Wolfsburger Gehäuse. Die letzte Chance der Partie war den Gastgebern vorenthalten, doch FCK-Keeper Krahl konnte Besios Schuss in der Nachspielzeit sicher parieren.

Der FCK, für seinen engagierten, mutigen und überzeugenden Auswärtsauftritt von den eigenen Fans gefeiert, empfängt am kommenden Samstagabend zum badisch-pfälzischen Derby den Karlsruher SC, der seine erste Saisonpartie gegen Bielefeld gewinnen konnte. Für eine volle Hütte, schließlich hat der FCK fast 34 000 Dauerkarten verkauft und damit einen Vereinsrekord aufgestellt,  wird in diesem weiteren Topspiel sicher gesorgt sein. Anpfiff im Fritz-Walter-Stadion ist um 20:30 Uhr.