SeniorenBüro zieht positive Zwischenbilanz zur Kampagne „halloALTER“

Zahlreiche Akteure wirkten bis jetzt bei der Kampagne mit, um das Thema „Älter werden“ auf verschiedenste Weise zu transportieren
Foto: Stadt Viernheim
ahlreiche Akteure wirkten bis jetzt bei der Kampagne mit, um das Thema „Älter werden“ auf verschiedenste Weise zu transportieren
Foto: Stadt Viernheim

Viernheim (Stadt Viernheim) – Seit dem offiziellen Start im Herbst 2025 entwickelt sich die Kampagne „halloALTER“ in Viernheim kontinuierlich zu einer Plattform für Information, Austausch und Vernetzung rund um das Thema Älterwerden. Gemeinsam mit dem „Viernheimer Netzwerk – gut versorgt im Alter“ verfolgt die Kampagne das Ziel, die Herausforderungen und Chancen des Älterwerdens stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und Menschen frühzeitig für Vorsorge, Eigenverantwortung und gegenseitige Unterstützung zu sensibilisieren.

 

Unter dem Leitgedanken „Gemeinsam – Miteinander – füreinander – Trotzeinander – für ein gutes Leben im Alter“ richtet sich die Initiative bewusst nicht nur an Seniorinnen und Senioren. Auch Angehörige, Nachbarschaften, Unternehmen, Dienstleister, Politik und Verwaltung werden angesprochen. Denn gute Rahmenbedingungen für ein selbstbestimmtes Leben im Alter entstehen dort, wo viele Akteure gemeinsam Verantwortung übernehmen.

 

Vielfältiges Programm stößt auf großes Interesse

Mit einer Mischung aus Information, Begegnung und konkreten Unterstützungsangeboten greift die Kampagne Themen auf, die viele Menschen früher oder später betreffen. Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Pflege, Demenz, soziale Teilhabe, Bewegung oder digitale Kompetenzen werden dabei verständlich und lebensnah vermittelt.

 

Den Auftakt bildete im Herbst 2025 ein humorvoller Kabarettabend mit Peter Gutschalk. Rund 160 Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, sich dem Thema Älterwerden auf unterhaltsame und niedrigschwellige Weise zu nähern.

 

Einen anderen Zugang wählte die Konzertlesung der Liedermacherin und Psychologin Dr. Sarah Straub. Sie stellte ihr Buch „Lebensmut trotz(t) Demenz“ vor und berichtete von berührenden Begegnungen mit Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

 

 

Auch im Jahr 2026 wurde das Veranstaltungsprogramm kontinuierlich ausgebaut. Der „AeLTERN-Abend“ bot Töchtern und Söhnen älter werdender Eltern praktische Orientierung und hilfreiche Informationen zu den Herausforderungen familiärer Sorgearbeit. Auf große Resonanz stieß zudem der Vortrag zum Thema „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung“, an dem rund 140 Interessierte teilnahmen.

 

Wertvolle Impulse für Angehörige, Ehrenamtliche und Interessierte vermittelte außerdem ein Informationsabend zum Thema Demenz und „Validation nach Feil“. Die Autorin Britta Laubvogel las in Kooperation mit der evangelischen Kirche aus ihrem Buch „Auf dem Weg in den Ruhestand“. Die Besucherinnen und Besucher zeigten großes Interesse; ein lebendiger Austausch über individuelle Wege in diesen neuen Lebensabschnitt ergänzte den Abend.

 

Ein weiterer Höhepunkt war der Vortrag von Prof. Dr. Bauer, Ärztlicher Direktor des Geriatrischen Zentrums am Universitätsklinikum Heidelberg. Unter dem Titel „Aktiv und gesund älter werden“ gab er wertvolle Anregungen für ein gesundes und selbstbestimmtes Leben im Alter.

 

Neue Angebote bereits in Vorbereitung

Die Kampagne wird auch in den kommenden Monaten fortgesetzt. Geplant sind weitere Vorträge, unter anderem zu digitalen Themen sowie zum Bereich Demenz.

 

Darüber hinaus entsteht mit „Walking Football“ ein neues Bewegungsangebot, das gemeinsam mit dem TSV Amicitia 1906/09 Viernheim e. V. umgesetzt wird. Ziel ist es, ältere Menschen zu ermutigen, aktiv zu bleiben, soziale Kontakte zu pflegen und neue Möglichkeiten für ein gesundes Älterwerden zu entdecken.

 

Auch die Digitalisierung spielt innerhalb der Kampagne eine wichtige Rolle. In Kooperation mit der Stadtbibliothek wird zum Digitaltag 2026 erstmals ein „Smartphone Café“ angeboten. Dort erhalten Seniorinnen und Senioren Unterstützung bei der Nutzung digitaler Angebote und werden in die vielfältigen Möglichkeiten der Stadtbibliothek eingeführt.

 

Die Kampagne „halloALTER“ versteht sich als langfristiger Prozess. Sie greift die Ergebnisse der Bürgerbefragung „Älter werden in Viernheim“ auf und entwickelt daraus gemeinsam mit zahlreichen Netzwerkpartnern neue Angebote und Impulse für die Zukunft. Ziel bleibt es, den gesellschaftlichen Zusammenhalt zu stärken und Menschen dabei zu unterstützen, sich frühzeitig mit Fragen des Älterwerdens auseinanderzusetzen und gut vorbereitet in die Zukunft zu gehen.

 

Für Fragen zur Kampagne „halloALTER“ steht das städtische SeniorenBüro telefonisch unter 06204 988-239 oder per E-Mail an seniorenbuero@viernheim.de zur Verfügung.

 

Alle Informationen zur Kampagne und zu den Veranstaltungen gibt es unter www.viernheim.de/halloalter.