Dennis Wagners kuriose Niederlage gegen Werder Bremen fiel nicht ins Gewicht. Viernheim gewann trotzdem sicher. | Foto: Angelika Valkova
Die Partie des für Viernheim spielenden Weltranglisten-15. Jan-Kzysztof Duda hatte noch nicht begonnen, da versammelten sich schon junge Werder-Fans an seinem Brett. | Foto: Angelika Valkova

Viernheim (SC) – Der SC Viernheim hat seine Tabellenführung in der Schachbundesliga ausgebaut. Der Tabellenführer gewann in Bremen beide Begegnungen des jüngsten Doppelspieltags und liegt nun mit 20:0 Punkten an der Spitze. Verfolger OSG Baden-Baden ließ am vergangenen Wochenende einen Zähler und liegt zwei Punkte hinter den Südhessen. Zusätzlich hat Viernheim vier Brettpunkte Vorsprung.

 

Der Erfolg gelang trotz personeller Einschränkungen. Fünf Topspieler des Vereins fehlten, weil sie gleichzeitig beim Superturnier in Prag im Einsatz waren. Dort, unter anderem mit Weltmeister Gukesh und der deutschen Nummer eins Vincent Keymer im Feld, wird eine erweiterte „Viernheimer Vereinsmeisterschaft“ ausgetragen, wie es im Club scherzhaft heißt. Tatsächlich führen mit SCV-Nummer-eins Nodirbek Abdusattorov und Neuzugang Jorden van Foreest zwei Viernheimer das Weltklassefeld in Prag an.

 

Auch ohne das an der Moldau weilende Quintett gelangen den Viernheimern in der Bundesliga zwei Arbeitssiege gegen Teams aus der oberen Tabellenhälfte. Zuerst setzte sich die Mannschaft von Teamchef Stefan Martin 5:3 gegen Gastgeber SV Werder Bremen durch. Die Bremer nutzten das Duell mit dem Tabellenführer, um vier Nachwuchskräften Einsätze gegen Top-Gegner zu ermöglichen. Dieser noble Zug führte dazu, dass die im Tabellenniemandsland weilenden Gastgeber sportlich keine Chance hatten. Sogar eine kuriose Niederlage von Dennis Wagner konnten sich die Viernheimer erlauben. In Zeitnot-Hektik mit nur noch Sekunden Bedenkzeit auf der Uhr fielen Wagner Figuren um. Er konnte sie nicht rechtzeitig wieder aufstellen und verlor durch Zeitüberschreitung.

 

Tags darauf folgte ein knapper, aber letztlich sicherer 4,5:3,5-Sieg über den SK Kirchweyhe, eine solide, schwer zu schlagende Großmeistertruppe. Sieben Partien endeten unentschieden, eine gewann Viernheim. Der Sieg gelang dem Ur-Viernheimer und einstigen Weltranglistenzweiten Shakhriyar Mamedyarov – sein erster Saisonsieg genau im richtigen Moment.

 

Am nächsten Bundesliga-Doppelspieltag 21. und 22. März hat der SC Viernheim wieder zwei Heimspiele. Im „Treff im Bahnhof“ in Viernheim werden der FC Bayern München und der SV Deggendorf zu Gast sein.

Der Verein: Mit mehr als 160 Mitgliedern (fast die Hälfte unter 25 Jahre) ist der stetig wachsende SC Viernheim jetzt schon der größte Schachclub im Rhein-Neckar-Raum, im Spielbetrieb von der Kreisklasse bis zur Bundesliga vertreten. Unter dem Dach des SC Viernheim vereinen sich Spitzen- und Breitensport sowie Nachwuchsförderung. Der Verein bietet Jugendtraining in mehreren Leistungsklassen an, betreut Schulschach-Arbeitsgemeinschaften und engagiert sich im Hochschulschach.

 

Der Sponsor: d-fine, europäisches Beratungsunternehmen mit Hauptsitz in Frankfurt, beschäftigt 1500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, deren Fokus auf mathematischer Modellierung, technologischem Fortschritt und Data Science liegt. Als Sponsor unterstützt d-fine den Schachsport, speziell den SC Viernheim und das Hochschulschach.