Neujahrsrundgang der CDU Viernheim bei der Stadtverwaltung im Neuen Rathaus

In erster Linie sollten den Mitarbeitern und Beschäftigten die guten Wünsche der CDU zum Neuen Jahr überbracht werden; gleichwohl wollten sich die Teilnehmer aber auch informieren, wo vielleicht „der Schuh drückt“. Viele Informationen sollte die CDU-Delegation an diesem Vormittag in Erfahrung bringen. Dabei würde es sowohl über Projekte des gerade abgelaufenen Jahres gehen; ebenso würde man einen Einblick in geplante und anstehende Herausforderungen erhalten.
Nachdem die Kommunalpolitiker Bürgermeister Matthias Baaß ein gutes Neues Jahr gewünscht hatten, empfing der 1. Stadtrat, Jörg Scheidel, die Delegation. Scheidel nahm sich die Zeit, um auf die vielen Fragen der CDU-Vertreter einzugehen. Dabei konnte er mit vielen nützlichen Fakten aufwarten.
Die bereits begonnenen und aktuellen Bauprojekte liefen soweit gut und seien auch weitgehend im Zeitplan, konnte Scheidel berichten. Herausfordernd nannte er die Kosten, die für die weiteren Sanierungsmaßnahmen beim Tiefpumpwerk und verschiedenen Kanalsanierungen auf die Stadt zukämen.
Das Großprojekt „Saarlandstraße“ könne man vermutlich sogar früher als geplant abschließen. Wichtig sei für ihn in dem Zusammenhang auch, dass er hierzu viele positive Rückmeldungen aus der Bevölkerung erhalten habe und die Neugestaltung insgesamt als sehr positiv wahrgenommen werde. Demnächst wechsele die Baustelle in den fünften und damit vorletzten Bauabschnitt.
Im Waldstadion wolle man bei der Flutlichtanlage auf neue LED-Technik umrüsten. Mit diesem Stichwort traf der 1. Stadtrat eine Thematik, die den Kommunalpolitikern der CDU auf den Nägeln brannte: Wie geht es mit der Viernheimer Waldsporthalle weiter?
Tatsächlich hatte man hier ein weiteres Großprojekt des Neuen Jahres angesprochen, denn die Waldsporthalle ist bekannterweise an einigen Stellen reparaturbedürftig und bedarf dringend umfassender Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen. Von undichten Oberlichtern über eine veraltete Lüftungsanlage, den alten Kabinentrakten bis hin zu einem neuen Sportboden wolle man hier vielfältig Besserung schaffen. Rund ein Jahr Bauzeit habe man eingeplant, beginnend in der zweiten Jahreshälfte 2026. Eine neue (weil bislang nicht vorhandene) Andienungsrampe runde das Projekt ab, berichtete Scheidel.
Vor ebenfalls größere finanzielle Herausforderungen stelle die Stadtverwaltung der Kauf neuer Einsatzfahrzeuge für die Freiwillige Feuerwehr (u.a. ein Löschgruppenfahrzeug). Der 1. Stadtrat zeigte sich erfreut, solche Anschaffungen für diese wichtige Organisation leisten zu können, und er sprach der Feuerwehr in dem Zusammenhang Dank und Anerkennung für ihre gemeinnützige Arbeit aus.
Positiv, wenn auch ebenso herausfordernd, sieht Scheidel den dringend notwendigen weiteren Ausbau der KITA-Plätze. So seien im Pfarrer-Volk-Haus, Am Kapellenberg sowie im Vogelpark neue Plätze (tw. auch Krippenplätze) vorgesehen. Die laufenden Projekte würden im Jahr 2026 abgeschlossen.
Die CDU-Delegation zeigte sich nicht glücklich mit dem derzeitigen Zustand bei Verschmutzungen und Müllablagerungen im Viernheimer Stadtbild. So kündigten die anwesenden Vertreter der Christdemokraten in diesem Zusammenhang einen Antrag an die städtischen Gremien mit dem Leitgedanken „Für ein sichtbar sauberes Viernheim“ an.
Der weitere Rundgang durch die Stadtverwaltung konnte vielfältiger kaum sein. Alle in der Ellipse untergebrachten Ämter und Fachbereiche wurden besucht. Für jede anwesende Mitarbeiterin und jeden anwesenden Mitarbeiter hatte die Delegation der CDU etwas Süßes mitgebracht. Insgesamt zeigten sich die Beschäftigten erfreut und auch dankbar über den Austausch mit den Kommunalpolitikern.
Seitens des Bauverwaltungs- und Liegenschaftssamts sowie beim Amt für Stadtentwicklung und Umweltplanung wurden die bereits gegebenen Informationen kompetent und fachmännisch belegt und untermauert.
Herzlich ging es im Parlamentarischen Büro beim Hauptamt zu; hier kennt man sich, schließlich ist das Büro mit Simone Reiners an der Spitze die Schnittstelle zwischen Politik und Verwaltung.
In der Presse- und Informationsstelle konnte Leiterin Alexandra Busalt berichten, dass die Digitalisierung in der Viernheimer Stadtverwaltung weiter voranschreite. So habe es beispielsweise seit der Vorstellung der „ViernheimApp“ am vergangenen Freitag beim Bürgerempfang über dreißig neue Downloads gegeben. Man kam überein, dass Mitarbeiterin Laura Pflaum bei der (Weiter-) Entwicklung hier hervorragende Arbeit leiste. Befremdlich empfand Busalt, dass, wenn man online in den Sozialen Medien informiere, Vieles sehr schnell schlecht geredet werde und sich dabei oftmals in Kürze „Shitstorms“ entwickelten.
Beim Kämmereiamt und der angegliederten Stadtkasse schien es hingegen eher ruhig zuzugehen; hier waren offensichtlich weniger Menschen als erwartet im Dienst. So war es nicht verwunderlich, dass die CDU-Delegation ein wenig scherzte, aufgrund der Haushaltslage und angesichts knapper Kassen sei dies wohl nicht wirklich überraschend.
Beim Kultur- und Sportamt vernahmen die Christdemokraten mit Interesse, dass man dort bereits begonnen habe, sich mit dem Stadtjubiläum zu beschäftigen. Im Jahr 2027 wird Viernheim sein 1250-jähriges Bestehen feiern. Viel Lob gab es für die Arbeit des Amts. Geschätzt wurde, dass man sich dort, trotz knapper Mittel, immer wieder etwas Neues für die Bevölkerung einfallen lasse. Vergessen dürfe man auch nicht, dass sich die Arbeitszeiten jener Mitarbeiter oftmals nicht mit denen einer „klassischen“ Verwaltung deckten.
Dennoch musste sich Amtsleiter Jan Krasko der Frage der CDU stellen, wo er auf einer Skala von 0-10 die Herausforderung bei der Versorgung der Vereine mit Trainingsmöglichkeiten während der Umbauphase der Waldsporthalle sehe. Erwartungsgemäß fiel dann auch die Antwort aus, diese liege schon sehr weit im oberen Bereich der Skala. Krakso konnte die Kommunalpolitiker jedoch insofern beruhigen, dass seine Mitarbeiterin Theresa Ritzert, bei der die Koordination und die Kommunikation mit den Vereinen zusammenlaufe, diesbezüglich auf einem hervorragenden Weg sei. Besonders wichtig sei ihm aber auch, dass das Team zusammenpasse und hier alles stimmig sei.
Ausgestattet mit vielen neuen Informationen machten sich die Damen und Herren der CDU Viernheim auf den Nachhauseweg, um etliche Erfahrungen reicher, gleichwohl zufrieden und auch dankbar zu hören, dass im Viernheimer Rathaus offensichtlich alles soweit „stimmig“ sei. Ebenso wisse man aber auch, „wo der Schuh drückt“, und auch an welchen Stellen weiteres Engagement und weiterer Handlungsbedarf von Seiten der Kommunalpolitik angebracht sei. Letzteres wird sicherlich kurz- und mittelfristig auch in Anträge der CDU an die städtischen Gremien münden.



