Foto: SRC

Viernheim (SRC) .-Was hatten wir diesem Tag entgegengefiebert – und jetzt war es endlich so weit: Die Athleten der ‚Ersten Mannschaft‘ des SRC Viernheim starteten in die neue Bundesligasaison. Auf dem Programm stand: Ein echtes Derby! Was könnte einen Heimauftakt noch mehr toppen?

 

Dazu war der KSV 1910 e.V. Rimbach angereist. Die Gäste hatten keine weite Wegstrecke zurückzulegen, und so war es auch nicht verwunderlich, dass sie zahlreiche Fans mitbrachten. Fans, die sich im Laufe des Abends – wie befürchtet – tatsächlich lautstark bemerkbar machen würden.

 

Was wissen wir über die Gastmannschaft? Der KSV Rimbach war Meister in der Oberliga Hessen 2021 und schloss die vergangene Saison in der 2. Bundesliga-Süd mit dem vierten Tabellenplatz ab. Zum Vergleich: Viernheim wurde Zweiter. Der Hinkampf 2022 ging vor heimischer Kulisse mit 13:15 knapp an die Odenwälder, in der Rückrunde konnte sich der SRC auswärts mit einem respektablen 12:17 revanchieren. Der Verein verfügt über zahlreiche starke deutsche Nachwuchsnationalringer (Gebrüder Schmitt, Gebrüder Zinser).

 

Man war also eingerichtet auf spannende sowie eng und knapp ausgehende Kämpfe. Der Abend wurde präsentiert von der „Stefan Kamuff Bau GmbH“, bei der sich der SRC Viernheim ausdrücklich für die Ausrichtung bedankt. Um dem Ereignis einen würdigen Rahmen zu verleihen, hatte das fleißige Helferteam des SRC bereits im Vorab dafür gesorgt, dass sich Sportler und Gäste wohlfühlen, und es ihnen an nichts fehlen würde. Auch das rührige Gastro-Team hatte im Laufe des Abends alle Hände voll zu tun, denn die Halle war sehr gut gefüllt.

 

Der Vorstands-Vorsitzende des SRC Viernheim, Peter Neuß, ergriff das Wort für eine kurze Ansprache, ehe er die Teams zum Einmarsch bitten würde. Besonders begrüßte er Ex-Landrat und Bürgermeister Norbert Hofmann; Jürgen, Fritz und Kai Niebler sowie Gerhard Goldmann. Sodann begrüßte Neuß Zuschauer und Gastmannschaft, Kampfrichter und auch das eigene Team, samt Teammanager Michael Böh, Kapitän Mirko Hilkert und Betreuer Sascha Niebler. Er freute sich über die Anwesenheit von Fritz Häffner, Laura Falkenstein, Marie Wenger und Luca Herges vom Malteser Hilfsdienst.

 

Matte frei für den Saisonstart 2023!

Die Ergebnisse im SRC-Ticker:

 

  1. BUNDESLIGA-SÜD

Kampftag: 30.09.2023 – Hinrunde

Kampfrichter: Robert Reitmeir (TSV 1969 e.V. Aichach/Bayern/Regierungsbezirk Schwaben)

Kampfstätte: „Wiegand-Automobile-Arena“ / Waldsporthalle, Industriestr. 38, 68519 Viernheim

Zuschauer: 400

Mannschaftsführer KSV Rimbach: Oliver Schmitt

Beginn: 19.30 Uhr

Ende: 21.10 Uhr

 

Kampf 1: [57kg * Freistil]

Nils Gerber (SRC) – Lasse Schuldt (KSV)

2022 konnte sich Demian Liutcanov gegen Schuldt durchsetzen. Gerber sollte das heute leider nicht gelingen. Zunächst dürfen die Fans noch hoffen, denn Gerber holt sich die ersten beiden Punkte des Kampfes. Danach jedoch folgen mehrere Beinschrauben des Gegners. Nach der Pause ist es dann auch eine Beinschraube, aus der Schuldt der Schultersieg gelingt. Kein schöner Auftakt, aber dennoch alles gegeben, Nils Gerber!

Kampfzeit: 4:14

Wertung: 2:18 Sieg (Schultersieg) für Schuldt (4 Teampunkte für den KSV)

 

Kampf 2: [130kg * Greco]

Adam Varga (SRC) – Rafal Krajewski (KSV)

2022 hatte Julian Scheuer mit Krajewski das Nachsehen. Heute sollte Adam Varga als Sieger von der Matte gehen. Die beiden Schwergewichte zeigen erfahrungsgemäß und auch heute Abend deutlich weniger Aktivitäten, als man es aus den unteren Gewichtsklassen kennt. Der größte Zeitanteil wird tatsächlich im aufrechten Stand verbracht. Die (wenigen) Punkte fallen durch: Passivität gegen Krajewski, Rausschieben durch Varga sowie Passivität gegen Varga. Diesen Teampunkt unseres „Bären“ nehmen wir gerne mit!

Kampfzeit: 6:00

Wertung: 2:1 Sieg (Sieg nach Punkten) für Adam Varga (1 Teampunkt für den SRC)

 

Kampf 3: [61kg * Greco]

Cristian Vagiunic (SRC) – Jozsef Andrasi (KSV)

Schon 2022 waren die Beiden aufeinandergetroffen. Mit 5:1 war Vagiunic damals als Sieger aus der Begegnung hervorgegangen. Heute sollte sich das Blatt wenden. Andrasi ist ein aggressiv agierender Gegner. Früh bekommt Vagiunic eine Passivität angezeigt und muss somit in die Bodenlage. In der Folge gelingen Andrasi mehrere Durchdreher. Der zweite Teil des Kampfes bietet erneut das gleiche Bild: Passivität gegen Vagiunic, Bodenlage und daraufhin eine Folge von Durchdrehern des Gegners. Ein Ergebnis in einer solchen Deutlichkeit hätten wir von dieser Begegnung nicht erwartet. Wir sind sicher: Cristian Vagiunic wird erst noch zu seiner Bestform auflaufen!

Kampfzeit: 3:29

Wertung: 0:16 Sieg (Techn. Überlegenheit) für Andrasi (4 Teampunkte für den KSV)

Kampf 4: [98kg * Freistil]

Sebastian Schmidt (SRC) – Georgi Dimitrov (KSV)

2022 hatte Sebastian Schmidt das Nachsehen mit Dimitrov. Heute sollte das anders ausgehen. Gewohnterweise zeigt Schmidt ein nahezu fehlerfreies, hochkonzentriertes und gut kontrolliertes Ringen. Zunächst gerät Dimitrov in die Passivität, aus der Schmidt in der Folge leider nicht punkten kann. Dimitrov ist es dann jedoch, der die ersten beiden Zähler des Kampfes für sich verbucht. Vor der Pause gibt der Kampfrichter dann noch eine Passivität gegen Schmidt, welche auch ohne weitere Konsequenzen bleibt. Im zweiten Teil der Begegnung gelingen Schmidt dann nochmals zwei mal 2 Punkte auf dem Boden, bevor die Glocke den Kampf beendet. Die Zuschauer feiern Sebastian Schmidt!

Kampfzeit: 6:00

Wertung: 4:2 Sieg (Sieg nach Punkten) für Sebastian Schmidt (1 Teampunkt für den SRC)

 

Kampf 5: [66kg * Freistil]

Mohammad Motlagh-Paskeh (SRC) – Julien Zinser (KSV)

2022 stand Richard Vilhelm dem amtierenden 3. Deutschen Männermeister (2023) Zinser gegenüber. Damals hatte Vilhelm das Nachsehen. Heute sollte sich der Kampf zu Gunsten Motlagh-Paskehs entscheiden. Der aus dem Iran geflohene SRC-Neuzugang glänzt mit perfekter und technisch sauberer Ausführung seiner Aktionen. Das ist Ringen, wie es die Zuschauer sehen möchten. Die Punkte fallen für Motlagh-Paskeh durch Rausschieben, Aktivitätszeit und nochmaliges Rausschieben. Weitere zwei Punkte erzielt der Iraner, indem er seinen Gegner aus dem Stand in die Bodenlage zwingt. Nach der Pause fällt dann noch ein Punkt Aktivitätszeit (gegen Zinser). Wir freuen uns auf die weiteren Kämpfe des SRC-Neuzugangs!

Kampfzeit: 6:00

Wertung: 6:0 Sieg (Sieg nach Punkten) für Mohammad Motlagh-Paskeh (2 Teampunkte für den SRC)

 

Pausenstand:

4:8 (für den KSV)

Kampf 6: [86kg * Greco]

Florian Scheuer (SRC) – Oldrich Varga (KSV)

Die Beiden waren bereits 2022 aufeinandergetroffen, damals mit einem deutlichen Ausgang für Varga. Heute würde es ihm Florian Scheuer nicht so leicht machen. Publikumsliebling Scheuer hat von der ersten Sekunde die Fans hinter sich. Lautstark begleiten die Zuschauer diesen Kampf. Zunächst gibt der Kampfrichter Passivität gegen Scheuer, worauf dieser in die Bodenlage muss. Gekonnt hält der SRC-Athlet jedoch dieser Situation Stand. Nach der Pause erzielt Varga erneut einen Punkt aus einer gegen Scheuer gegebenen Passivität. Erneut lässt Scheuer keine weiteren gegnerischen Zähler aus dieser Lage zu. Trotzdem gelingt es Varga kurz darauf, Scheuer von der Matte zu schieben. Nachdem zum dritten Mal Passivität gegen Scheuer angezeigt wird, ist es Varga, der dadurch die letzten beiden Punkte des Kampfes für sich verbuchen kann. Dennoch ein starker Auftritt von Florian Scheuer!

Kampfzeit: 6:00

Wertung: 0:5 Sieg (Sieg nach Punkten) für Varga (2 Teampunkte für den KSV)

Kampf 7: [71kg * Greco]

Pascal Hilkert (SRC) – Marc Janske (KSV)

Auch dieses Duell gab es bereits 2022. Pascal Hilkert hatte den Kampf für sich entscheiden können, und das sollte sich heute wiederholen. Hilkert agiert von Anfang an sehr aktiv und man hat immer das Gefühl, dass er seinen Gegner kontrolliert. So kommt es auch bald, dass der Kampfrichter eine Passivität gegen Janske ausspricht (1 Punkt). Aus der sich daraus ergebenden Bodenlage kann Hilkert leider keine weiteren Punkte mitnehmen. Im zweiten Teil des Kampfes wiederholt sich diese Situation zunächst, dann gehen zwei weitere Zähler auf das Viernheimer Konto wegen unerlaubter Beinarbeit Janskes. Der Kampf endet in emotional deutlich aufgeheizter Stimmung mit einer letzten Passivitätsanzeige gegen Janske. Pascal Hilkert zeigt sich auch heute wieder einmal in Topform!

Kampfzeit: 6:00

Wertung: 4:0 Sieg (Sieg nach Punkten) für Pascal Hilkert (2 Teampunkte für den SRC)

 

Kampf 8: [80kg * Freistil]

Matthias Schmidt (SRC) – Christian Hermann (KSV)

Die Stimmung in der Halle ist bereits auf ihrem Höhepunkt angelangt, und so ist es nicht verwunderlich, dass ein weiterer Publikumsliebling, nämlich Matthias Schmidt, frenetisch empfangen wird. Von ihm erwartet man, wie von seinem Bruder, nahezu fehlerfreies, hochkonzentriertes und gut kontrolliertes Ringen – die „Schmidt-Gene“ eben! Genau dies würden die Zuschauer dann auch sehen. Schmidt bekommt seinen Gegner schnell auf den Boden und verbucht so die ersten beiden Punkte auf seinem Konto. Weiter geht es mit einer Passivität gegen Hermann. Die nächsten Zähler fallen (auf beiden Seiten) durch Rausschieben. Nach der Pause zwingt Schmidt Hermann aus dem Stand in die Bodenlage und darf sich auch hierfür zwei Punkte gutschreiben. Bevor die Glocke den Kampf beendet, hat jeder der Beiden seinen Gegner noch einmal von der Matte geschoben. Matthias Schmidt wird gefeiert!

Kampfzeit: 6:00

Wertung: 6:4 Sieg (Sieg nach Punkten) für Matthias Schmidt (1 Teampunkt für den SRC)

 

Kampf 9: [75kg * Freistil]

Yannick Ott (SRC) – Felix Schmitt (KSV)

Yannick Ott, in seinem zweiten Jahr beim SRC Viernheim, bekommt es mit dem 7. der U17 WM (2023) und 1. der A-Jugend DM (2023) Felix Schmitt zu tun. Kein leichter Auftrag für den sympathischen Ott. Erwartungsgemäß beginnt der Gegner sehr stark mit einem Kopfhüftzug (4 Punkte), der Ott in die gefährliche Lage befördert. Tatsächlich kann sich Ott daraus befreien, wird jedoch in der Folge von Schmitt gedreht (2 Punkte). Im zweiten Teil der Begegnung gibt der Kampfrichter eine Aktivitätszeit gegen Ott. Zwei mal 2 Punkte erzielt Schmitt dann am Boden und indem es ihm gelingt, seinen Gegner umzudrehen. Der leider einzige Zähler auf Viernheimer Seite fällt am Ende des Kampfes durch Rausschieben. Schade, Yannick Ott, aber gegen diesen starken Odenwälder war heute einfach nicht mehr herauszuholen! Möglicherweise hat die frühzeitige hohe Führung für Schmitt an seinem Selbstbewusstsein gekratzt.

Kampfzeit: 6:00

Wertung: 1:11 Sieg (Sieg nach Punkten) für Schmitt (3 Teampunkte für den KSV)

Zwischenstand vor dem letzten Kampf:

7:13 (für den KSV)

 

Kampf 10: [75kg * Greco]

Alexandru Dosoftei (SRC) – Jan Schwab (KSV)

2022 war Florian Scheuer gegen Schwab erfolgreich gewesen. Heute sollte Alexandru Dosoftei es ihm gleich tun. Erwähnenswert erscheint uns, dass Schwab 5. Deutscher Männermeister (2023) sowie 3. der U20 DM (2023) ist. Erwähnenswert erscheint uns aber auch, dass Alexandru Dosoftei den SRC Viernheim noch niemals enttäuscht hat und in der vergangenen Saison absolut sensationelle Leistungen geboten hatte. So sollte es auch heute wieder sein. Dosoftei bekommt seinen Gegner schnell aus dem Stand in die Bodenlage (2 Punkte). Sofort folgen ein Durchdreher; schließlich ein Überwurf (5 Punkte). Nach einer gegen Schwab angezeigten Passivität, die zur Bodenlage des Odenwälders führt, entfaltet Dosoftei sein wahres Potential und beendet den kürzesten Kampf des Abends mit drei Durchdrehern in Folge nach nur 1 Minute und 21 Sekunden in Technischer Überlegenheit. Eine erneut perfekte Leistung des sympathischen Rumänen im Trikot des SRC Viernheim!

Kampfzeit: 1:21

Wertung: 16:0 Sieg (Techn. Überlegenheit) für Alexandru Dosoftei (4 Teampunkte für den SRC)

Um 21.10 Uhr beendete Kampfrichter Robert Reitmeir die Veranstaltung und verkündete das Endergebnis.

Endstand:

11:13 (für den KSV)

Neuer Tabellenstand:

SRC Viernheim: Platz 5

KSV Rimbach: Platz 4

Es war ein ständiges „Auf & Ab“. Ein knapperer Ausgang des Kampftages wäre kaum denkbar gewesen. Sechs gewonne Kämpfe für den SRC, dennoch die Punktevorteile bei den gegnerischen Rimbachern. Hier und da ein Quäntchen mehr Glück, und der Kampftag hätte durchaus nach Viernheim gehen können. In jedem Fall darf von einer überzeugenden Leistung der heimischen Athleten gesprochen werden.

 

Nun stehen wir noch ganz am Anfang der Saison. Gerade einmal der erste Kampftag liegt hinter uns. Die Runde ist lang und noch viele weitere Kampftage werden folgen. Da ist durchaus noch Luft nach oben.

 

Der SRC Viernheim steht nun auf dem fünften Tabellenplatz.

Der Verein bedankt sich bei allen Sponsoren und Gönnern, Helfern und seinen treuen Fans!

 

In der Pause gab es eine besondere und schön anzusehende Einlage: Profitänzerin & Tanzlehrerin Chantal Miller (Chantal Miller Academy Mannheim) bot gemeinsam mit Hanna Böh (Tochter von Teamkoordinator Michael Böh) eine erfrischend bunte Tanzdarbietung mit einer Mischung aus Hip-Hop und DanceHall -Elementen.

 

Die Viernheimer Waldsporthalle war sehr gut gefüllt und die Stimmung absolut hervorragend. Die Zuschauer hatten einen spannenden, kurzweiligen und attraktiven Kampftag erlebt.

 

Niemand ging, trotz des Gesamtergebnisses, enttäuscht nach Hause. Man war sich sicher, dass alle ihr Bestes geboten hatten. Ganz im Gegenteil, dieser Kampftag machte Lust auf mehr Ringen in Viernheim!

 

Und genau das kommt schon sehr schnell auf den Verein zu: Für den SRC Viernheim geht es nun – quasi ohne Verschnaufpause – bereits am Feiertag (3. Oktober) weiter. Die Erste Mannschaft muss 370km zum SV Hallbergmoos reisen. Der ist aktueller Tabellenführer. Dies wird sicher keine leichte Aufgabe werden. Am 6. Oktober sehen wir uns wieder in der Waldsporthalle (s.u.) zum nächsten großen Heimkampftag mit allen drei Viernheimer Teams.

 

Übrigens waren auch die Zweite Mannschaft und die Schüler-KG am vergangenen Wochenende am Start. Hierüber werden wir gesondert berichten.

 

GROßER HEIMKAMPFTAG AM FREITAG

 

06.10.2023 – 2. Bundesliga-Süd + Verbandsliga + Schüler-KG

17.30 Uhr: Einlass

18.30 Uhr: Schüler-KG – RKG Reilingen-Hockenheim Schüler

19.30 Uhr: SRC Viernheim 2 – SV 98 Brötzingen

21.00 Uhr: SRC Viernheim 1 – RKG Reilingen-Hockenheim 1 ! Achtung: Derbygegner !

Alle Kämpfe in der „Wiegand-Automobile-Arena“ (Waldsporthalle Viernheim)