Lions Distrikt-Versammlung am 22. März 2025 in Viernheim: Jugendliche in den Fokus nehmen


Viernheim(Lions Deutschland) – „Wir müssen stärker die junge Generation in den Fokus nehmen“, betonte der Lions Distrikt-Governor Manfred Fraas bei seiner zweiten Distrikt-Versammlung, die wieder in Viernheim stattfand. Der Distrikt Mitte-Süd fasst alle 116 Lions Clubs im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Südhessen und den Weinheimer Club zusammen. Damit vertritt er mehr als 4.000 Lions.
Fraas lud zu der Veranstaltung den Jugendamtsleiter Kai Kuhnert zu einer Keynote ein, der über die Herausforderungen der Kinder- und Jugendhilfe vortrug. Probleme seien derzeit ein großer Fachkräftemangel bei gleichzeitiger Steigerung von Pflegebedürfnissen aufgrund von Multiproblemlagen in Familien sowie einer Vielfalt von Auffälligkeiten. Zusätzlich käme noch der Flüchtlingsstrom aus Kriegsgebieten wie der Ukraine hinzu.
Ergänzend präsentierte Fraas Ideen, wie gerade die Arbeit der Jugendämter stärker in den Fokus der Lions-Arbeit rücken sollte. Beispielhaft wies er auf die vergleichsweise wenig beachteten Gefahren der Sozialen Medien bereits für Grundschulkinder hin. Ungefilterte Informationen aus TikTok und Instagram werden in „Klassenchats“ verbreitet und treffen auf unvorbereitete Kinder mit fatalen Wirkungen.
In diesen Zusammenhang passte auch ein Vortrag unter dem Motto Ludwig Wittgensteins, „Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen meiner Welt“ von Dr. Uwe Emig und Andreas Toth, die ein vom Lions Club Heppenheim gefördertes Sprachförderungskonzept vorstellten, das im schulischen Bereich die Kommunikationsfähigkeit und Chancengleichheit von Kindern erhöht. Wie man junge Menschen für die Lions-Arbeit motiviert, trugen die Multi-Distriktpräsidentin der Leos (Jugendorganisation der Lions) , Lea Winkler, sowie der Kabinettsbeauftragte für die Leo-Arbeit, Florian Kuhn-Winkelser, engagiert vor. Christiane Keller-Krische lieferte als Mitgliederbeauftragte mit ihrer Zielgruppenanalyse der Lionsarbeit den Rahmen. Derzeit gelte es, vor allem die Generation der Millennials, geboren zwischen 1981-1996, sowie die der Generation Z, geboren 1997 bis 2012, im Blick auf die Lions-Arbeit anzusprechen.
Ein besonderer Gast war der Lions-Stiftungsvorstand Daniel Isenrich, der sich auf die Position des Welt-Präsidenten der Lions bewirbt. Er führte in die Internationale Perspektive der Lions ein. Hingewiesen wurde auf die Konferenz der Deutschen Lions in München Ende Mai sowie auf die beiden Distrikt-Jumelagen, bei denen vom 1. bis 4. Mai die türkischen Partner die Regionen Weinstraße und Heidelberg besuchen, während vom 8.-11. Mai eine Fahrt nach Burgund stattfindet.
Beim Themenbereich Umwelt wurden Positivbeispiele vorgestellt, beispielsweise die Lions-Beteiligung an Clean-Up-Days oder an Baumpflanzaktionen sowie die Gestaltung einer Blumenwiese oder eines Bienenlehrpfads. Hingewiesen wurde auf den Distrikt-Verfügungsfonds, in den die große Mehrzahl aller Clubs im Distrikt einzahlen und mit dem vielfältige Projekte gefördert werden können.
Geehrt wurden die Clubs Bischofsheim-Mainspitze, Daun, Neustadt Weinstraße und Worms mit dem Club Excellence Award, Armin Dönnhoff nahm für die letztjährigen Distriktleistungen den District Excellence Award entgegen und wurde mit dem Melvin Jones Fellowship Award ausgezeichnet.
Foto: Johannes Kaiser
Fraas ehrte mit dem Melvin Jones Award ebenfalls Manfred Salber (LC Lampertheim), Michael Kürzinger (LC Diez), Dr. Ansgar Kaufmann (LC Neuwied Andernach), Christian Wagner LC Nieder-Olm), Peter Bläß (LC Viernheim), Andreas Toth (LC Heppenheim) und Florian Kuhn-Winkelser (LC Ingelheim). Dr. Gerhard Noe erhielt zum fünften Mal diese Ehrung für sein Engagement bei der Neugründung des Lions Clubs Limburgerhof.
Foto: Johannes Kaiser
KPR Michael Landgraf, 24.3. 2025